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Radtour um den Mechower See : Eine Zeitreise entlang der Grenze

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Geführte Radtour zur Geschichte der innerdeutschen Grenze um den Mechower See: Nächster Termin ist der 2. Juli

Sonntagvormittag: Es ist warm, sonnig und trocken – bestes Wetter für eine Fahrradtour rund um den Mechower See. Was fehlt, sind jedoch die Teilnehmer der ersten geführten Radtour, die das Schlagsdorfer Grenzhus im Rahmen des Internationalen Museumstags veranstalten wollte.

Dabei sollte es auf rund acht Kilometern auf dem Grenzweg Schlagsdorf entlang gehen. „Leider haben sich heute keine Interessenten für die Tour gefunden, aber wir lassen uns davon nicht entmutigen“, sagt Dr. Andreas Wagner, Leiter des Grenzhuzes. „Wir glauben an das Besondere dieser Führung und bieten die nächste Gelegenheit am 2. Juli um 14 Uhr.“

Als Tourbegleiter steht dann erneut der pensionierte Beamte des einstigen Bundesgrenzschutzes, Wolfgang May, zur Verfügung. „Auch in Ratzeburg fanden sich bei unserer ersten Tour keine Radler. Bei der zweiten hatten wir 26 Teilnehmer“, so der ehemalige Sachbearbeiter Sicherheit. Die Tour mit Start am Ratzeburger Dom dauert rund fünf Stunden und findet von April bis Oktober einmal monatlich statt. Um den Mechower See vom Grenzhus aus mit den zwölf Haltepunkten geht es in zwei bis zweieinhalb Stunden. „Je nachdem, wie viel ich erzähle“, gibt Wolfgang May zu. Denn Geschichten hat er ohne Ende auf Lager und auf jede Frage eine Antwort.

Von 1984 bis 1989 war May für den Streifeneinsatz eigener Kräfte und der Auswertung der Lage im Osten zuständig. Daher hat er nicht nur aus eigenen Beobachtungen jede Menge über die Geschehnisse, allem voran natürlich die Fluchtgeschichten, an der innerdeutschen Grenze zu berichten. Zusätzliche Informationen, die im Laufe der vergangenen zwei Jahrzehnte aufgetaucht sind, plus Karten, Fotos und Recherchen im Internet erweitern die Erlebnisse und machen diese geführte Radtour zu etwas Besonderem.

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