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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

13. Dezember 2017 | 14:08 Uhr

Gadebusch : Eine Zeitreise durch die Münzstadt

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Gelungener Neujahrsempfang mit 150 Gästen aus Wirtschaft, Vereinen und Kommunalpolitik

von
erstellt am 02.Feb.2015 | 00:24 Uhr

Gute Geschichten, eine ausgezeichnete Küche, Menschen mit Ideen - die Zutatenliste für unterhaltsame, kulturhistorisch gespickte, kulinarische und erlebnisreiche Stunden in Gadebusch klingt vielversprechend. Der Jahresempfang der Stadt Gadebusch bot Vertretern aus Wirtschaft, Vereinen und Politik Einblick in die Leistungsfähigkeit der alten Münzstadt.

Mit Musik vom Violin Duo Fräulein Meersaite - Nora Makowski und Renate Frenzel - präsentierte Klaus Leuchtemann vom Christinenhof mit den Kollegen der Station Burgsee und des Schlachtbetriebes Möllin nicht allein feinste Küche, sondern große und weniger stadtbekannte Persönlichkeiten.

„Heute gibt es den Stadtrundgang leicht“, meint Leuchtemann - die „Culinaria Godebuz“ im Saal der Feuerwehr. Dabei verkörperte Gerhard Schotte den Münzer Bernhard Jünkelingk, der vor knapp 500 Jahren Gadebusch als eine der ältesten Städte an der Seite von Schwerin und Rostock Bekanntheit und wertvolle Münzen brachte.

Hübsch geprägtes Edelmetall, das wünscht sich heute auch Bürgermeister Ulrich Howest angesichts der Investitionsvorhaben und der laufenden Haushaltskonsolidierung. „Einnahmen erhöhen und Ausgaben reduzieren“ lautet allerdings sein schmerzliches Credo beim Empfang.

Landrätin Kerstin Weiss nahm diese Botschaft wohlwollend zur Kenntnis, denn ihr Haus genehmigt den in Gadebusch so dringend erforderlichen Haushalt 2015. Dieser gilt als Schlüssel zur Schlaglochbeseitigung in der Erich-Weinert-Straße. Das Millionenprojekt ist im Werden, startet in 2015. Der Bauabschluss ist für 2016 vorgesehen.

Ein geförderter Radweg von Gadebusch bis Neubauhof mit städtischer Beteiligung (55 000 Euro) und natürlich das Projekt Burgseebrücke, mit 300 000 Euro, sind in der Planung. Letzteres Vorhaben liegt den Gadebuschern sehr am Herzen, wie Friedel Blankenberg gegenüber der SVZ überzeugend betonte. Nichts anderes wünscht sich auch Unternehmer Ulf Leppin: „2016 sollte sie stehen.“ Doch ohne „Moos nix los“ und somit formulierte Ulrich Howest spontan seine Botschaft ins Mikro: „Liebe Landrätin, lass uns nicht hängen.“

Letztlich ist der Weg das Ziel. Das demonstrierten Weiss und Howest mit sehr feinfühliger Messerführung am Dessert-Buffet. Zwischen Schokotalern und Kuchen-Schloss-Ensemble war selbst die durch die Kreisbehörden veranlasste „irritierende Beschilderung am Gadebuscher Bahnhof“ längst vergessen.

„Viel Wind um Wind“ gab es aus Sicht von Howest in Wakenstädt. Die Bürger wollen dort keine Windkraftanlagen. „1732 Unterschriften kamen gegen das Windparkprojekt Wakenstädt zusammen.“ Der Bürgermeister erinnerte an die mehrheitlich ablehnende Haltung der Stadt. Er bedauerte bei diesem Thema allerdings „wie schwer es einigen Bürgern fällt, Pro- und Contra Argumente sachlich auszutauschen, gegenteilige Meinungen zu respektieren, ohne dem Gesprächspartner von vornherein unlautere Motive zu unterstellen“. Eine klare Rückenstärkung für die Agrar AG die das Windkraftprojekt gerne öffentlich ausdiskutiert hätte.

Für Mühlen Eichsens Bürgermeister Jürgen Ahrens bot der Abend eine gelungene Mischung aus Politik und Kultur: „Die Präsentation und das Lob für das Ehrenamt kamen an.“ Gadebusch sei auch für Mühlen Eichsen ein wichtiger Partner. Nichts anderes erwartet Stationsvorsteher Holger Hempel. Der Inhaber der Station Burgsee würdigte mit wenigen Worten das sich weiter entwickelnde Engagement in Gadebusch. Für ihn ist Neid fehl am Platz: „Wir sollten Hand in Hand in die Zukunft gehen.“

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