Zur 800-Jahrfeier : Eine neue Chronik für Gadebusch

Bei der Gadebusch-Chronik mit dabei sind Dr. Wolfgang Schröder, Günter Blankenberg und Klaus Leuchtmann (v.l.).
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Bei der Gadebusch-Chronik mit dabei sind Dr. Wolfgang Schröder, Günter Blankenberg und Klaus Leuchtmann (v.l.).

Arbeitsgemeinschaft will das Werk 2025 vorlegen

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13. November 2014, 23:14 Uhr

Der Geschichte einen Platz in der Gegenwart und in der Zukunft zu geben: Darauf zielen die Bemühungen einer Interessengemeinschaft ab, die sich für eine Chronik über Gadebusch anlässlich der 800-Jahrfeier im Jahr 2025 zusammengefunden hat. Klaus Leuchtemann, der gemeinsam mit Jörg Möller die Idee für dieses Engagement hatte, traf sich in der Museumsanlage mit weiteren Akteuren. Gekommen waren außer den beiden Initiatoren zwei Frauen und vier Männer. Bürger, die sich um die Auf- und Fortschreibung der Gadebuscher Stadtgeschichte bemühen wollen. Unter ihnen zwei ehemalige Bürgermeister: Rudolf Pieper und Günter Blankenberg. „Die Idee für das Aufarbeiten der Stadtgeschichte gibt es schon länger, und soll jetzt umgesetzt werden“, so Klaus Leuchtemann. Ob die Gruppe als Verein arbeitet, oder ob es eine Interessengemeinschaft bleibt, wolle man sehen. Je nachdem wie sich die Dinge entwickeln. Das Ziel der Arbeitsgruppe sei es, in den kommenden zehn Jahren eine aussagekräftige Chronik für Gadebusch zu erstellen. „Die Bürger sollen sich mit ihrer Stadt identifizieren“, wünscht sich Leuchtemann.

Auch für die Internetpräsenz von Gadebusch wollen sie die Informationen bereitstellen. „Derzeit gibt es keine Darstellung der jüngeren Geschichte unserer Stadt“, stellt Jörg Möller fest. „Nicht mal Fotos der Bürgermeister finden sich auf der Homepage“, fügt er mit einem Augenzwinkern in Richtung der beiden ehemaligen Stadtoberhäupter hinzu.

Die angehenden Chronisten wollen nicht allein in den Archiven forschen. „Wir hoffen, dass uns viele Privatpersonen Fotos, Filme, Zeitungen oder andere Dinge, die unser gesellschaftliches Leben im Wandel der Zeit dokumentieren, zur Verfügung stellen. Dazu rufen wir ausdrücklich auf“, so Leuchtemann. Fest steht für alle Acht, dass man auf die Unterstützung vieler Profis angewiesen ist und auf bereits erstellte Berichte, Bücher und ähnliches zurückgreifen möchte.

Einig ist sich das Team darüber, einen Hauptverantwortlichen bestimmen zu müssen. Bei der Menge von Daten und Material muss eine klare Richtung beibehalten werden, um sich nicht zu verzetteln. Diese Aufgabe wird Jörg Möller übernehmen. Über eine Datenbank soll letztlich das Material gesammelt und die Themen je nach Interesse aufgeteilt werden.

Dr. Wolfgang Schröder etwa erklärt sich als Einwohner von Wakenstädt bereit, über diesen Ortsteil seinen Teil beizutragen. Er regt des Weiteren an, über das Gesundheitswesen in der Wendezeit und die Bemühungen, einen Teil davon ins vereinte Deutschland zu retten, zu schreiben.

Zu den Forschungen sind begleitend Aktionen geplant, die den Fund von hoffentlich vielen Schätzen, schon vorab öffentlich machen sollen. Dazu gehört eine Ausstellung von Postkarten, die Kornelia Neuhaus-Kühne organisiert. Auch das Rathaus wird über den Winter attraktiver gestaltet. Ebenso könnten Filmabende großen Anklang finden. Viele Ideen wurden somit am ersten Abend gesammelt. Jetzt geht es an die Detailfragen bis hin zu den Nutzungsrechten von überlassenem Materialien. Das nächste Treffen findet Anfang Januar statt.

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