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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

12. Dezember 2017 | 11:27 Uhr

KNeese : Eine neue Brücke für das Dorf

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Kreis will Sanierung des Bauwerks 2017 beginnen / Gemeinde hofft auch auf neue Straße

svz.de von
erstellt am 10.Okt.2015 | 00:17 Uhr

Kneese-Dorf soll eine neue Brücke bekommen. Das alte Bauwerk hat der kritischen Prüfung des Landkreises nicht standgehalten. In zwei Jahren, so die Planung, soll mit dem Neubau begonnen werden. „Entsprechend dem letzten Prüfbericht befindet sich das Bauwerk zwar in einem ausreichenden Zustand. Die Standfestigkeit, die Verkehrssicherheit und die Dauerhaftigkeit sind aber beeinträchtigt“, sagt Petra Rappen, Sprecherin des Nordwestkreises.

Für Kneese-Dorf löst diese Nachricht zumindest ein Problem. Der Unterbau der Brücke, also Widerlager und Flügel, besteht aus einem Findlingsmauerwerk und das wurde laut Kreisverwaltung im Jahr 1860 gebaut. Der Oberbau hingegen ist aus Stahlbeton errichtet und 1967 das letzte Mal saniert worden. Beides hält nun dem aktuellen Verkehrsaufkommen nicht mehr lange stand. Für den Fall, dass die Brücke in absehbarer Zeit nicht erneuert wird, hat der Kreis folgendes Szenario skizziert: Die vorhandenen Schäden könnten sich ausbreiten und das würde mittelfristig zu erheblichen Beeinträchtigungen der Standsicherheit und der Verkehrssicherheit führen. In absehbarer Zeit wären eine Tonnagebegrenzung und dann die vollständigen Sperrung der Brücke die Folgen.

Daher nun die Entscheidung: Die alte Brücke muss weg. „Eine 2011 durchgeführte Wirtschaftlichkeitsuntersuchung hat ergeben, dass eine Erneuerung des Bauwerkes die wirtschaftlichste Variante darstellt“, sagt Petra Rappen. Die Planung sieht vor, die Brücke durch die kostengünstige Verlegung eines Hamco-Rohres zu ersetzen.

Da die Brücke dem Nordwestkreis gehört, kommt der auch für die Baukosten auf und die liegen bei geschätzten 360 000 Euro. Doch diese Zahl stammt aus dem Jahr 2013. Wie realistisch sie zurzeit noch ist, bleibt fraglich. Für die Baumaßnahme seien Fördermittel beantragt, erklärte Sprecherin Petra Rappen. Im Zuge des Neubaus wird der Gehweg erneuert. Er soll auf die andere Straßenseite verlegt werden. Das wiederum bezahlt die Gemeinde. „Wir sind uns jetzt einig über die Finanzierung“, sagt Bürgermeister Hans-Jürgen Hoffmann. „Wir brauchen einen ordentlichen Gehweg.“

Bevor es 2017 aber wirklich losgehen kann, müssen noch Fragen zum Grunderwerb geklärt werden und das Biosphärenreservat Schaalsee der Förderung zustimmen.

So schön die neue Brücke auch ist, ein Problem in Kneese-Dorf bleibt ungelöst: Die Kopfsteinpflasterstraße. „Wir hören immer wieder Beschwerden“, sagt Bürgermeister Hoffmann. Anwohner, die südlich der Brücke wohnen, schrecken hoch, wenn Lkw und Pkw die Straße entlang brausen. Besonders die schweren Lkw machen viel Krach. Gülletransporte, Transporte zur Molkerei, beladen mit Kies oder Mais – sie alle nutzen die schmale Kreisstraße.

Doch hier hat der Kreis keine guten Nachrichten für die Anwohner: Derzeit ist die Sanierung nicht geplant.




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