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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

22. November 2017 | 10:33 Uhr

Wakenstaedt : Eine musikalische Sommerschlacht

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Mehr als 700 Gäste und 15 Bands feiern in Wakenstädt in die Nacht hinein

svz.de von
erstellt am 11.Aug.2014 | 00:24 Uhr

Sommerschlacht die Zehnte hieß es am Wochenende auf dem Schießplatz in Wakenstädt. Seit zehn Jahren besteht diese Punkrockveranstaltung des Kultur- und Toleranzvereins Gadebusch (KuT), zu der in diesem Jahr mehr als 700 Gäste kamen. 15 Bands, darunter aus Italien und der Schweiz, heizten den Besuchern mächtig ein, wer es exklusiv wollte, ging ins Kino.

„In unserem Kino kann man etwas ruhiger in den Tag starten oder einfach mal ne Pause machen“, sagte Mitorganisator Andy Steinberg. Doch am Eröffnungstag war den wenigsten danach. Denn hier heizte die Schweriner Band PUK zunächst ein. Darauf hatten die Feierwütigen scheinbar nur gewartet und waren schnell begeistert. „Unsere Bands lassen sich echt sehen in diesem Jahr. Mit ,The Offenders‘ aus Italien und ,Lombego‘ aus der Schweiz haben wir echtes europäisches Flair gewinnen können“, erzählt Andy Steinberg. Der 22-Jährige und Fabian Warnatz waren für die Gewinnung der Musiker zuständig. Mit insgesamt 15 Bands folgte ihnen die gesamte Bandbreite von Punkrock bis Ska in das kleine Dorf Wakenstädt.

Auch die Gäste kamen zum Teil von weit her und waren selbst alterstechnisch bunt gemischt. Einer der jüngsten Gäste war der neunjährige Jaro. Er ließ sich extra aus Berlin nach Gadebusch bringen, um bei der Sommerschlacht dabei zu sein. „Das ist doch klasse. Genau meine Musik“, sagte der Berliner. Noch jünger war der zweieinhalbjährige Marek. Zusammen mit Mutter Anja war er aus Wendelstorf bei Dalberg angereist, um seinen Spaß zu haben. „Manchmal interessieren ihn zwar die Seifenblasen hier mehr, aber die Musik nimmt er trotzdem wahr“, sagt Mutter Anja. Für die Lübstorferin Daniela Knorr ist die Sommerschlacht zwar erst seit einem Jahr nicht mehr wegzudenken, doch sie ließ sich erstmal feiergerecht schminken. Etwas Glitzer und grüne Farbe ließen sie elfengleich durch das Fest ziehen. „Eigentlich schminke ich mich nie, aber hier will ich mich auch schminken und hübsch aussehen“, sagt die Lübstorferin.

Etwas abseits vom musikalischen Trubel hatten junge Männer und Frauen ihren Gemüsestand aufgebaut. 80 Kilogramm Tomaten, zehn Kilogramm Möhren und 240 Salatköpfe sowie Sojakeime sollte vor allem den vielen Veganern ein köstliches Mal sein. „Wir machen das schon ein paar Jahre. Es ist die Alternative zu Bier und Bratwurst. Bisher kam es immer gut an“, erzählt Anton aus Lüneburg. Der 28-Jährige hatte mit 15 weiteren ehrenamtlichen Helfern die Küchenarbeit zu verrichten und so seine ganz eigene Sommerschlacht.

Für Mitorganisator Andy Steinberg war dieses andere Sommerschlacht-Erlebnis nur eines von vielen. „Wir sind bestens vorbereitet, haben tolles Wetter erwischt und freuen uns, dass wir das jetzt zum zehnten Mal durchführen konnten“, sagt der 22-Jährige.

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