Schlagsdorf : Eine Million Euro für Kita-Kinder

Die Fördermittel wurden von Landrätin Kerstin Weiss an Bürgermeister Ingo Melchin direkt in der Schlagsdorfer Kita übergeben.
Die Fördermittel wurden von Landrätin Kerstin Weiss an Bürgermeister Ingo Melchin direkt in der Schlagsdorfer Kita übergeben.

Landrätin Kerstin Weiss übergibt Fördermittel für die Erweiterung der Kindertagesstätte „Spielhaus“. Baldiger Baubeginn

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11. Juni 2018, 21:00 Uhr

Auf kleinen Stühlen kauernd lauschen Erwachsene den hellen Stimmen einer kleinen Gruppe Vorschulkinder – direkt nach der Übergabe von Fördermitteln in Höhe von einer Million Euro für die Erweiterung der Kindertagesstätte Schlagsdorf. Landrätin Kerstin Weiss übergab den Bescheid an Schlagsdorfs Bürgermeister Ingo Melchin.

Mit dem Geld soll ein komplett neuer Bau hochgezogen werden, als Erweiterung zum schon bestehenden. „Insgesamt 110 Kinder haben dann in der Kita Platz“, sagt Architekt Werner Grage. Das Büro Streich/Grage Architekten übernimmt den Bau der Kita-Erweiterung. Zwei Hortgruppen sollen dort einmal einziehen, ebenso eine Krippe. Was ebenfalls wichtig ist: Mehrzweckräume. Auch diese sind geplant. „Der Bauantrag ist bewilligt“, so Grage Baubeginn ist in 13 Tagen. Beendet werden die Bauarbeiten voraussichtlich im Frühling 2019. Gesamtkosten: 2,1 Millionen Euro.

Der Bürgermeister spricht von einem „erfreulichen Anlass“. Ingo Melchin: „Wir müssen anbauen. Die Kapazitäten in der Kita reichen einfach nicht.“ Auch die Landrätin zeigt sich erfreut über die Hintergründe der nötigen Bauarbeiten. „Es zeigt: Zuzug findet statt. Wir sind ein wachsender Landkreis, kein aussterbender.“ Diese Entwicklung war ihr schon beim letzten Besuch in Schlagsdorf mit auf den Weg gegeben worden. „Bei der Einweihung der Kita sagte man mir schon, dass die Kapazitäten nicht reichen werden“, so die Landrätin. Der zusätzliche Platz fördere auch gleichzeitig die Qualität des Lernens, gegebenenfalls werde noch weiter ausgebaut. „Ich hoffe, wir können langsam mal eine Pause machen“, sagt Ingo Melchin. Allerdings kann wohl auch zukünftig mit Zuzug junger Familien gerechnet werden. „Wir haben kurze Wege, ob zur Kita oder Schule, das liegt nahe. Und wir haben zum Beispiel Arzt und Friseur im Ort.“ Außerdem, so der Bürgermeister mit einem Augenzwinkern, habe Schlagsdorf schließlich einen großen Vorort: Hamburg.

Die Fördermittel für den Bau stammen aus dem Europäischen Programm „Integrierte ländliche Entwicklung“ (ILERL).

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