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18. Berufsinformationsbörse in Wismar : Eine Messe für den Traumberuf

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Den Traumberuf finden, ist schwer. Jugendliche wissen oftmals nicht, welche Ausbildung die richtige für sie ist. Bei dieser schwierigen Entscheidung hilft die Berufsinformationsbörse in Wismar.

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erstellt am 25.Sep.2013 | 06:05 Uhr

Wismar | Den Traumberuf finden, ist schwer. Gerade Jugendliche wissen oftmals nicht, wohin sie wollen und welche Ausbildung die richtige für sie ist. Für viele ist auch studieren eine Option, aber was? Bei diesen schwierigen Entscheidungen hilft die Berufsinformationsbörse in Wismar. Zwei Tage, Freitag und Sonnabend, geht es um die Zukunft der Jugendlichen im Landkreis. "Es ist beeindruckend zu sehen, wie groß diese Messe innerhalb der vergangenen Jahre geworden ist", sagt Thomas Beyer, Bürgermeister von Wismar. In diesem Jahr werden 86 Unternehmen und Hochschulen sowie Universitäten vertreten sein. "Dieses Angebot zeigt: Jeder Jugendliche hat in unserer Region die Chance eine Lehrstelle zu finden", betont Beyer.

Dieser Auffassung ist auch Dirk Heyden von der Arbeitsagentur Schwerin, die auch für den Nordwestkreis zuständig ist. "Wir hatten für das neue Ausbildungsjahr insgesamt 872 gemeldete freie Ausbildungsstellen und 813 Lehrstellensuchende seit Oktober vergangenen Jahres im Landkreis", berichtet Heyden. Momentan seien noch 217 Bewerber unversorgt und es stehen noch 386 freie Lehrstellen zur Verfügung (Stand Ende August). "Also ist für die Jugendlichen noch alles drin." Gesucht werden u.a. noch Bootsbauer, Fotografen, Hörgerätetechniker, Glaser, Polsterer, technische Produktdesigner oder auch der industrielle Keramiker. Einen Grund für den Anstieg der unbesetzten Stellen sieht der Chef der Arbeitsagentur in den gestiegenen Erwartungen der Ausbilder. "Wir müssen ihnen dringend zeigen, dass ein junger Mensch mit der mittleren Reife ebenso qualifiziert ist, wie ein Abiturient", verdeutlicht Heyden. Daher sei diese Messe nicht nur ein Sprungbrett für die Jugendlichen, sondern auch gut für die Firmen, um die Jugendlichen anders zu erleben. Somit sei die Berufsinformationsbörse eine sinnvolle Ergänzung zum Praxislerntag, stellt Dirk Heyden fest.

Aus diesem Grund schaltet sich der Landkreis selbst mit ein und organisiert Busse, die Schüler und Lehrer am kommenden Freitag nach Wismar in die alte Reiterhalle, Zum Festplatz, bringen. "Es ist wirklich super, dass wir diesen Bus gestellt bekommen. Einige der Jugendlichen haben sonst finanziell nicht die Möglichkeit, eine solche regionale Messe zu besuchen, dabei ist das eine sehr wichtige Sache", Iris Lehmann, Schulleiterin der Heinrich-Heine-Schule in Gadebusch. Die neunten Klassen der Regionalschule macht sich deswegen auch auf den Weg nach Wismar. Dafür wurde extra im Unterricht ein Fragenkatalog erstellt, da die Informationen und die Maße an Aussteller für die Jugendlichen sonst zu überwältigend wären. Um dem vorzubeugen, sind an den meisten Ständen auch Auszubildende vor Ort, die den Schülern helfen. "Es werden auch zwei Schüler die Moderation übernehmen", erzählt Klaus-Dieter Herms, Organisationsleiter der 18. Berufsinfobörse.

Für Abiturienten wird es aber auch interessante Angebote geben. Neben vielen Ausbildungsberufen, die auf Gymnasiasten ausgerichtet sind, "werden sich im Haus des Gastes die Hochschulen und Universitäten des Landes ausstellen und auch der Abi-Berater der Arbeitsagentur Schwerin wird dort sein", sagt Herms. Das Gadebuscher Gymnasium nimmt auch das Angebot der Messe wahr. "Zum zweiten Mal fahren wir mit unseren zehnten Klassen zu dieser Messe. Es ist wirklich eine lobenswerte Veranstaltung und erlaubt den Schülern Einblicke in interessante Berufe", sagt Ingolf Litzner, Schulleiter des Gymnasiums. "Die Jugendlichen müssen von diesem Gedanken wegkommen, dass sie mit einem Abitur studieren müssen, sie können auch eine duale Ausbildung machen", verdeutlicht der Chef der Arbeitsagentur Schwerin Heyden.

Aus diesem Grund sei die diesjährige Börse an zwei Tagen: Freitag von 8 bis 14 Uhr für die Schulen und am Sonnabend von 10 bis 13 Uhr für die Jugendlichen und ihre Eltern. "Wir wissen, wie wichtig die Unterstützung und der Zuspruch der Eltern für viele Jugendliche sind. Außerdem stellen diese andere Fragen und achten auf andere Dinge, als die Schüler", sagt der Organisationsleiter Herms.

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