Dorfverein Thandorf : Eine kunterbunte Gemeinschaft

Gemeinsam für kulturelles Leben in Thandorf: Marita Ahrndt, Freya Neumann und Ursula Müller (v.l.).
Gemeinsam für kulturelles Leben in Thandorf: Marita Ahrndt, Freya Neumann und Ursula Müller (v.l.).

Der Dorfverein Thandorf setzt sich für kulturelle Vielfalt im Ort ein – und das für jede Altersklasse

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10. Februar 2018, 04:45 Uhr

Den Erfolg des Thandorfer Dorfvereins symbolisiert wohl nichts besser als die kleine gelbe Telefonzelle direkt neben dem Dorfgemeinschaftshaus. Sie ist randvoll mit Büchern. „Unsere kleine Tauschbücherei“, erklärt Freya Neumann, 2. Vorsitzende des Vereins. Was sonst nur in Großstädten zu finden ist und zum dortigen Flair zählt, fruchtete auch in der knapp 140 Seelen-Gemeinde. „Seit drei Jahren haben wir die Büchertelefonzelle. Sie zeigt, was der Dorfverein leisten kann.“ Denn als die Zelle eingeweiht wurde, kamen viele Dorfbewohner und brachten die eigenen Bücher dorthin – eine Gemeinschaftsaktion.

Wie viele andere Projekte war die Telefonzelle eine Idee der Anwohner des Ortes. „In unserer Satzung steht, dass wir Ideen schnell und unbürokratisch umsetzen wollen und die Kultur beleben.“ Dabei ist es egal, ob jemand in dem Verein engagiert ist, oder sich einfach so Gedanken zu dem Dorfleben macht. „Hier kann sich generell jeder einbringen. Jeder, der einen Vorschlag hat, kann an uns herantreten“, so die 29-Jährige.

Die Vorsitzende des Vereins, Ursula „Uschi“ Müller, würde sich hingegen mehr Engagement in dem Verein wünschen. „Wir haben hier in Thandorf eine wachsende Gemeinde und viele junge Familien sind hinzugezogen. Wir haben so viele Kinder hier, da brächten frische Mitglieder auch frische Ideen.“ Zwar will der Verein für alle Generationen Angebote aufbringen, viel Anstrengung geht aber zugunsten der Kinder. So zum Beispiel der jährliche Kindertag. Und auch ein neues Projekt steht schon im Raum. „Wir planen zum Beispiel im Gemeindehaus ein Spielzimmer zu errichten. Dort kann vorgelesen werden, gespielt und gebastelt. Und wenn die Kinder dann zu Jugendlichen heranwachsen, kommen sie vielleicht dennoch“, so Freya Neumann. Die Kinder im Ort, für die momentan geplant wird, sind zwischen einem und neun Jahre alt.

Aber auch für erwachsene Anwohner wird einiges durch den Dorfverein geboten. „Die Trafobar ist eines unserer Projekte, das Teichfest und die Feuer sind für den ganzen Ort – und darüber hinaus“, erklärt Vorsitzende Uschi Müller.

Und auch das Seniorenweihnachten ist zu einer festen Größe geworden. Projekte wie ein Eltern-Coaching oder ein Obstbaumschnittlehrgang richten sich speziell an interessierte Thandorfer. Den organisiert die 46-jährige Marita Ahrndt. „Es ist ein ganzer Tag, erstmal ein paar Stunden Theorie und dann suchen wir uns gemeinsam ein paar Bäume, um das Gelernte in der Praxis zu testen“, erklärt die ehemalige Gärtnerin.

„Wir wollen hier einfach das ,Wir’ stärken“, so Uschi Müller. Und das funktioniert – wie die Büchertelefonzelle mit ihren Kinderbüchern und Kriminalromanen – am besten in einer Mischung aus Jung und Alt.

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