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Gadebusch/ Åmål : Eine Geschichte aus zwei Städten

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Zum ersten Mal besucht die schwedische Kirchgemeinde der Partnerstadt Åmål Gadebusch – passend zum Lutherjubiläum

svz.de von
erstellt am 29.Okt.2017 | 21:00 Uhr

Bunte Blätter peitschen im Wind um die Stadtkirche Gadebusch. Im Innern bekommt man es nicht mit, denn hier wird ein Kirchenlied gesungen – auf Schwedisch. Auftakt des Schwedenbesuchs der Münzstadt zum Lutherjubiläum.

Insgesamt 34 Schweden haben sich auf die zwölf Stunden dauernde Reise von Åmål zur Partnerstadt Gadebusch gemacht. Dort empfängt sie Stadtführer Gerhard Schotte. Doch zuerst geben die Schweden den deutschen Gastgebern einen ersten Eindruck ihres musikalischen Könnens. Unterstützt von Orgel und Querflöte singen sie ein schwedisches Kirchenlied. Danach beginnt eine Führung durch die Münzstadt.

Eine der Besucherinnen, die Gerhard Schottes Erklärungen zu Gadebusch, der Stadtkirche und Mecklenburg lauscht, ist Annic Carlsson. Sie ist die Jugendleiterin der Kirchgemeinde in Åmål. „In der Reisegruppe sind wir vom Alter her zwischen fünf und 75 Jahre alt. Auch einige unserer Jugendlichen sind nach Gadebusch gekommen“, sagt sie. Sie verbindet Martin Luther. Auch die Schweden haben zum Beispiel ein Theaterstück zur Reformation geschrieben; ebenso wie die Gadebuscher Gymnasiasten. „Wo könnte man das Lutherjubiläum besser feiern, als bei Freunden?“, so die Jugendgruppenleiterin.

Auch Göran Karlsson gehört zu den Besuchern. Im Gegensatz zu Annic Carlosson, die das erste Mal in Gadebusch ist, war er schon „zwischen 15 und 20 Mal“ hier. „Seit ich 1995 das erste Mal in Gadebusch war, hat sich hier viel getan. Ich staune jedes Mal, wie sehr sich der Ort zum Positiven entwickelt“, sagt er. Viele der damals verfallenen Gebäude seien in der Zwischenzeit restauriert worden. „Es ist eine wunderbare Stadt“, findet der Schwede. Auch die Verbindungen stimmen. „Der meiste Austausch wird von Privatpersonen organisiert. Viele Schweden kommen mehrmals im Jahr hierher, um Bekannte zu besuchen“, erzählt Göran Karlsson.

Auch Gerhard Schotte lobt die Verbindung der Partnerstädte als „eine der lebendigsten in ganz Europa“. Noch bis Dienstag werden die Schweden in Gadebusch zusammen mit der hiesigen Kirchgemeinde das Lutherjubiläum feiern und sich austauschen.

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