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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

16. Dezember 2017 | 06:22 Uhr

Feuer-Drama in Schönfeld : Eine Gemeinde hilft

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Nach Brand eines Einfamilienhauses rollt Welle der Hilfsbereitschaft an

von
erstellt am 23.Jan.2017 | 19:32 Uhr

Nach dem Feuer-Drama von Schönfeld, bei dem ein Ehepaar sein Zuhause verlor, läuft in der Gemeinde Mühlen Eichsen eine Welle der Hilfsbereitschaft an. So richteten die Gemeinde und das Amt Gadebusch ein Spendenkonto für die betroffene Familie ein (siehe Servicekasten). Zudem melden sich bei Bürgermeister Jürgen Ahrens Menschen, die ihre Unterstützung anbieten. Zum Beispiel die Familie Jantzen vom Waldhof in Rosenow. Sie unterbreiteten dem Schönfelder Ehepaar spontan das Angebot, eine der Ferienunterkünfte in Rosenow zu nutzen. Die Jantzens hatten vor Jahren einst selbst durch ein Feuer ihr Wohnhaus in Rosenow verloren und wissen – so traurig es klingt – wie es ist, wieder von vorne anfangen zu müssen.

Auch die Wohnungsgsellschaft Radegasttal nahm mit der Gemeinde Mühlen Eichsen Kontakt auf und bot eine Unterkunft für das betroffene Ehepaar an. „Selbst Leute, von denen ich dachte, dass sie nie anderen etwas geben würden , meldeten sich“, sagt Bürgermeister Jürgen Ahrens. Zudem bietet der Opferverband Weisser Ring, der an der Kirche 7 in Gadebusch eine Außenstelle hat, seine Unterstützung an.

Nachdem das berufstätige Ehepaar in der Nacht zum Sonntag innerhalb weniger Stunden seines Zuhauses beraubt wurde, lebt es derzeit bei einem befreundeten Einwohner in Schönfeld. Nun überlegen sie, ob sie zunächst eine Wohnung in Schwerin mieten. Denn in der Landeshauptstadt haben sie ihre Arbeitsplätze – und dorthin fahren können sie von Schönfeld aus nicht mehr. Der Grund: Beide Autos der Eheleute waren in der Nacht zum Sonntag in Flammen aufgegangen und brannten komplett aus. Auch ihr Haus ist nach dem verheerenden Feuer nicht mehr bewohnbar. Die Staatsanwaltschaft Schwerin schätzt den Schaden auf mindestens 200 000 Euro.

Noch während der Löscharbeiten konnte die Polizei einen 33-jährigen Mann vorläufig festnehmen. Er soll nach Aussage eines Zeugen etwas in den Carport der Eheleute hinein geworfen haben. Die Staatsanwaltschaft Schwerin beantragte gegen den Mann einen Haftbefehl wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung. Er wurde noch gestern Mittag dem Haftrichter in Schwerin vorgeführt und sitzt nun in Untersuchungshaft. „Es besteht dringender Tatverdacht“, sagte Staatsanwalt Thorsten Kopf gegenüber der SVZ. Im Falle einer Verurteilung droht dem 33-Jährigen eine Freiheitsstrafe von mindestens einem und maximal 15 Jahren. Bislang schweigt der Mann zu dem Vorwurf der schweren Brandstiftung.

Wer dem Schönfelder Ehepaar, das durch ein Feuer sein Zuhause verlor, helfen möchte, kann spenden. Die Gemeinde Mühlen Eichsen und das Amt Gadebusch richteten ein Spendenkonto ein.

Die Bankverbindung
Empfänger: Amt Gadebusch
Kennwort: Brand Schönfeld
IBAN: DE02 1405 1000 1000 0500 64
BIC: NOLADE21WIS
 

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