Wenig Arbeitslose in Gadebusch : Eine Ausbildung ist das Wichtigste

Nadine Albrecht erlernte bei der Lützower Firma Derstappen den Beruf einer Tischlerin.
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Nadine Albrecht erlernte bei der Lützower Firma Derstappen den Beruf einer Tischlerin.

Die Chancen, in der Heimat einen Beruf zu erlernen, stehen zwischen Rehna und Lützow wirklich gut

svz.de von
04. Mai 2017, 04:45 Uhr

Noch nie war die Situation auf dem hiesigen Lehrstellenmarkt für potenzielle Auszubildende so komfortabel wie heute. Rein statistisch ist im Bereich der Gadebuscher Geschäftsstelle der Agentur für Arbeit für jeden Schulabgänger ein Ausbildungsplatz vorhanden. Jugendliche, die ihre Blicke gen Kreisstadt richten, haben siogar noch größere Chancen, ihren Traumberuf quasi vor der Haustür erlernen zu können. „Die jungen Leute haben alle Möglichkeiten der Welt“, sagt Edgar Macke.

Der Geschäftsstellenleiter der Wismarer Agentur präsentierte gestern die aktuellen Zahlen für Arbeitsmarkt und Ausbildungsstellen für den Monat April und strahlte wie auch Martin Greiner als Geschäftsführer des Jobcenters Nordwestmecklenburg übers ganze Gesicht. Kein Wunder bei nur 6,9 Prozent Arbeitslosigkeit im Nordwestkreis. „Noch nie hatten wir zu einem so frühen Zeitpunkt eine so niedrige Quote“, sagt Martin Greiner. „Vor allem junge Menschen werden von den Unternehmen gesucht, wenn sie denn die nötigen Voraussetzungen mitbringen“, ergänzt Edgar Macke.

Dies setze nicht unbedingt die allerbesten Schulnoten voraus. „Die sagen nicht unbedingt etwas darüber aus, was jemand wirklich kann“, weiß Macke. Befürchtungen, Auszubildende würden im Mittelmaß versinken, haben weder Macke noch sein Pendant Greiner. Beide schenken hier den Ausbildungsbetrieben ihr uneingeschränktes Vertrauen. Dabei sei es ganz gleich, ob ein Jugendlicher nach Beendigung seiner Ausbildung in seinem Beruf bleibe oder aber nicht. Martin Greiner: „Die Ausbildung ist das A und O. Und ich bin froh über jeden jungen Menschen, der diese abschließt. Ob er sich danach umorientiert oder in seinem erlernten Beruf bleibt, ist eine ganz andere Sache.“

Zahlen über eventuelle Berufswechsler indes hat weder die Agentur für Arbeit noch das Jobcenter. Über die Jugendarbeitslosigkeit im Nordwestkreis allerdings schon. Und auch da gibt es durchaus Positives zu vermelden. Diese ging im Bereich Gadebusch im Vergleich zum April 2016 um 15,7 Prozent zurück, im gesamten Landkreis sogar um 19,9 Prozent.

Die Arbeitslosenquote insgesamt betrug im Monat April im Bereich Gadebusch 6,2 Prozent, ein Prozentpunkt weniger als im Vorjahresmonat April.

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