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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

18. November 2017 | 22:35 Uhr

Einblicke ins grüne Paradies

vom

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erstellt am 23.Jun.2013 | 06:18 Uhr

Cramonshagen/Badow | Saftig grüne Bäume, kräftige Büsche, kuschelige, mit Rosen umrankte Sitzecken mit direktem Blick auf den Cramoner See, eine knisternde Feuerstelle und überall diese besonderen kleinen Keramiken - so sieht der Garten von Birgit Teiner aus. Sie besitzt die Töpferei in Cramonshagen und öffnete am Wochenende wie 131 andere Gartenbesitzer aus ganz Mecklenburg Vorpommern ihre Tore, um Besuchern ihr immerhin 1700 Quadratmeter großes Reich zu zeigen. "Wir waren schon in vier Gärten und dieser hier ist einfach der Schönste bisher. Vor allem die ganzen Sitzecken, die einfach zum Verweilen einladen, sind fantastisch ", erzählt Marko Schröder aus Herren Steinfeld. Auch Kathi Schröder ist von dem Töpfergarten begeistert: "Er ist so schön und geschmackvoll angelegt und hat noch den See vor der Tür, das ist kaum zu übertrumpfen." Zum dritten Mal ist die Familie Schröder bei den Offenen Gärten. Obwohl es so dicht vor der Haustür liegt, sei dies jedoch ihre erste Besichtigung von Birgit Teiners Garten, so Kathi Schröder.

Birgit Teiner nimmt schon lange an dieser Veranstaltung teil, dennoch ist es keine Routine für sie: "Es ist sehr viel Planung vorher. Man möchte seinen Garten an diesem Wochenende natürlich besonders schön aussehen lassen." Extra für die Offenen Gärten hat die Töpferin viele Keramiken hergestellt, die sich gut im Garten aufstellen lassen. "Es ist eine aufregende und anstrengende Aktion, aber es ist sehr schön, um mit den Leuten über den Garten und auch über die Keramik ins Gespräch zu kommen", erklärt die Cramonshagenerin. Schon vorher hat sie etwa 300 Einladungen an Kunden geschickt, dennoch sei ihr bisher noch keine konkrete Möglichkeit eingefallen, sich über die Anzahl der Gäste einen Überblick zu verschaffen. "Ich habe das Gefühl, es sind viele, aber es ist nicht so voll, dass es unangenehm wäre", sagt Birgit Teiner. Besonders interessiert sind die Besucher an den vielen verschiedenen Sträuchern und Bäumen, die nicht in jedem Garten zu finden sind. "Besonders der Trompetenbaum und der Tulpenbaum fallen durch ihre Größe und Farbe auf. Es wird oft danach gefragt, was das für Pflanzen seien", erzählt die Cramonshagenerin.

In Badow lässt sich auch Marita Heiden in den Garten blicken, allerdings nicht als Teilnehmerin der "Offenen Gärten", sondern im Rahmen der Aktion "Landfrauen öffnen ihre Gärten". Bereits zum dritten Mal veranstaltete sie eine kleine Fotoschau im Freien und wieder bot die Gruppe "Cross Over" eine musikalische Untermalung. Die Bilder inszeniert Marita Heiden, indem sie sie dekorativ an die Wände der Schuppen und der Scheune auf ihrem Grundstück hängt. Der Titel "Bänke, Zäune und andere trennende Verbindlichkeiten" wurde von der Hobby-Fotografin frei interpretiert und zeigt unter anderem sogar sie selbst, während sie fotografiert: "Wenn ich ein Motiv sehe, dann bin ich spontan. Da lasse ich sofort alles stehen und liegen und schmeiß mich auch mal hin, um das Foto zu machen. Dabei hat mich meine Tochter fotografiert, das Bild musste ich unbedingt haben und nun hängt es hier", erzählt Marita Heiden, die im Januar dem Landfrauen-Verein beigetreten ist. Doch nicht nur Neues zeigt die leidenschaftliche Hobby-Fotografin. Schon seit einigen Jahren sammelt die Landfrau alte Fotografien, die mitunter sogar aus den 30er-Jahren stammen. So zeigt eine Bilderreihe das Gutshaus Badow aus den verschiedensten Jahrzehnten und Perspektiven. "Ich finde es wunderbar, die Unterschiede von alt und neu zu sehen. Dieser Aufbau und die Veränderung eines Motives im Laufe der Zeit sind spannend", erzählt der zugezogene Badower Dirk Martin. Marita Heiden möchte mit ihren Bildern darauf aufmerksam machen, dass die Leute häufiger Kleinigkeiten wertschätzen sollten und mit offenen Augen durch das Leben gehen. "Es ist so schön für mich. 25 Jahre war ich nur Gluckenmama und das jetzt bin ich. Nicht die Frau, nicht die Mutter, sondern nur ich", sagt Marita Heiden lächelnd.

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