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"Kunst offen" in Gadebusch : Einblicke in die Ateliers

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Gemeinschaftsausstellung in Palinger Kulturscheune

Kunst, Kunstvolles, Installationen, Malerei, Bilder, die unter Schwarzlicht ihre Kraft entfalten, Schmuck aus den Händen einer Designerin – all das, was kreative Menschen im Beruf oder in der Freizeit entwerfen wird anlässlich von „Kunst offen“ über die Pfingsttage einem breiten Publikum zugänglich gemacht. Allein im Nordwestkreis werden 110 Ateliers, Werkstätten, Galerien geöffnet sein. Bei Steffi Grützmacher wird es das elterliche Haus am Scheibenberg in Gadebusch sein. Mutter Mariette und Tochter haben sich unterschiedlichen Kunstzweigen zugewandt, werden dennoch ihre Werke gemeinsam präsentieren.

Die diplomierte Designerin versteht sich auf filigrane Schmuckstücke „Mit Edelsteine, Perlen, Ohrringe, Ketten, Fußkettchen – die Bandbreite ist groß“, sagt Steffi Grützmacher. Die Möglichkeiten, die Schmuckdesign bietet, scheinen schier unendlich. Drum heißt es bei Grützmachers Schmuck anschauen und anfassen. Nur so lässt sich eine Entdeckungsreise in die Welt des Schmuckdesigns starten.

„Der Kontakt mit den Leuten, die vielen netten Gespräche, die gibt es obendrauf“, sagt Mariette Grützmacher in Erinnerung an vorangegangene Jahre. Sie hat sich der Malerei verschrieben, wird zirka 40 Motive ihrer Kunstmappe vorstellen. Es sind Motive von Landschaften aus NWM, Küsten, Blumenwiesen und Stillleben. „Mittlerweile sind auch größere Werke von mehr als einen Quadratmeter entstanden“, sagt sie.

Der Weg zum Atelier der Grützmachers ist am Pfingstwochenende leicht ausfindig zu machen: Der gelbe Schirm an der B208, Höhe Kreml, weist den Weg.

Einen gelben Schirm als Markenzeichen, den spannen Annaliese und Reinhard Reck in der Puschkinstraße wieder auf. Sie beteiligen sich seit Jahren an der Aktion „Kunst offen“. Ein Muss für das Paar, wenngleich das Leben zahlreiche Hürden bereithält. Aber die Malerei gibt Kraft, sagen die beiden und stellen bei „Kunst offen“ 2016 mit aus. Ihre diesjährige Schau zeigt Bilder Mecklenburger Landschaften mit Küsten und Windflüchtern, Mooren und natürlich aktuelle Gadebuscher Ansichten. Der Burgsee und das Rathaus dürfen bei den beiden Gadebuschern nicht fehlen. Nicht zuletzt widmet sich Reinhard Reck weiterhin den Malkursen im Hause der Kreisvolkshochschule.

Einen etwa schrillen Pinselstrich pflegte Sohn Steffen. In Erinnerung an den 1966 geborenen und im vergangenen Jahr verunglückten Maler zeigt das Paar Bilder seiner Schaffensperiode. Das Besondere: Die Werke entfalten erst unter Schwarzlicht ihre Intensität. „In Teilen konnten wir gemeinsam arbeiten. Ansonsten gehörten Körpermalerei oder Kunstprojekte wie das Fahrrad zu seinen Arbeiten“, erzählt Reinhard Reck. Mit der Gemeinschaftsschau wolle man Freunden und Kunstinteressierten am Pfingstwochenende einen Einblick in die facettenreiche Welt der Kunst ermöglichen, Anregungen geben. Die Ausstellung der Recks ist am Sonnabend von 15 bis 18 Uhr und am Sonntag von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Zeit für Begegnungen ist am Wochenende in Palingen. Dort laden gleich fünf Künstlerinnen zu einer Ausstellung in der dortigen Kulturscheune ein. Dabei zeigen Astrid Welke aus Ollndorf, Maike Knospe aus Palingen, die Lübeckerinnen Julia Jankowsky und Ina Fenske sowie die Klein Hundorferin Isabella Trybula einen Teil ihrer Werke. „Wir laden von Sonnabend bis Montag zum Träumen ein“, sagt Gastgeberin Maike Knospe. Nach ihren Angaben wird zudem am Sonntag Live-Musik geben.

Auf ein Wiedersehen mit ehemaligen Gadebuscher Schülern hofft Astrid Welke. Die Künstlerin war einst als Lehrerin in der Münzstadt tätig und präsentiert in Palingen ebenfalls einige ihrer Werke. Sie ist seit 1986 als freischaffende Künsterlin tätig, hatte zuvor Unterricht bei Jo Jastram genommen und studierte sechs Jahre lang in Berlin Weißensee. Welkes Werke wurden u. a. in Thailand, Südafrika, Italien und weiteren Länden gezeigt.  
 

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erstellt am 10.Mai.2016 | 02:05 Uhr

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