Gross Rünz : Ein Spiegel für mehr Sicherheit

Für Fahrzeugführer, die aus Carlow (rechts) nach Klein Rünz abbiegen wollen, ist der Fahrzeugverkehr aus Rehna (links) erst sehr spät zu erkennen. Ein Verkehrsspiegel in Höhe des Hinweisschildes nach Klein Rünz (vorn links) könnte zur Verkehrssicherheit an dieser Gefahrenstelle beitragen.
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Für Fahrzeugführer, die aus Carlow (rechts) nach Klein Rünz abbiegen wollen, ist der Fahrzeugverkehr aus Rehna (links) erst sehr spät zu erkennen. Ein Verkehrsspiegel in Höhe des Hinweisschildes nach Klein Rünz (vorn links) könnte zur Verkehrssicherheit an dieser Gefahrenstelle beitragen.

Fahrzeugführer sorgen sich um die Verkehrssicherheit in einer unübersichtlichen Tempo 30-Zone in Groß Rünz

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26. Januar 2016, 23:49 Uhr

Jeder kennt sie, doch niemand kennt ihren Namen. Die Spiegel, die mancherorts an Grundstücksauffahrten, unübersichtlichen Kreuzungen oder schlecht einsehbaren Straßenecken und -verzweigungen aufgestellt sind – Verkehrsspiegel. Ganz einfach also. Doch wesentlich schwieriger ist es offenbar, einen solchen an einer vermeintlichen Gefahrenzone aufstellen zu lassen. Beispiel Groß Rünz.

Einwohner des Königsfelder Ortsteils sowie aus dem benachbarten Klein Rünz bemühten sich in der Vergangenheit vergeblich, im Bereich Carlower Straße/Zum Weiher/Rehnaer Straße einen solchen installieren zu lassen. Bereits auf einer Gemeindevertretersitzung im März vergangenen Jahres wurde dies thematisiert. Im Protokoll zur damaligen Einwohnerfragestunde kann man heute nachlesen, dass eine Mitteilung des Landkreises negativ ausgefallen sei. Zitat: „Aus Sicht der Straßenverkehrsbehörde wird dort kein Spiegel angebracht.“

Für Klaus-Peter Schlomm ist das Thema damit allerdings noch nicht vom Tisch. Denn die Gefahr ist für den 47-Jährigen offenkundig. „Wenn man aus Fahrtrichtung Carlow in Groß Rünz nach Klein Rünz abbiegen möchte, ist der aus Rehna kommende Fahrzeugverkehr nur sehr schwer und oft sehr spät erkennbar. Zwar ist hier eine Tempo 30-Zone, doch daran hält sich kaum jemand“, sagt Klaus-Peter Schlomm gegenüber SVZ. Ein Wunder, dass noch nichts Schlimmes passiert sei.

Doch die Wirksamkeit von Verkehrsspiegeln ist umstritten. Kritiker führen gern die Anfälligkeit für Verschmutzung durch Umwelteinflüsse oder Vandalismus ins Gefecht, die Blendgefahr durch Scheinwerfer und Sonneneinstrahlung oder aber die Gefahr der Falschinterpretation von Verkehrssituationen durch ein verzerrtes oder verkleinertes Spiegelbild.

Dennoch gibt es im Amtsbereich Rehna bereits einige Stellen, an denen Verkehrsspiegel für mehr Sicherheit im Straßenverkehr sorgen sollen. „In Vitense-Parber wurde einer aufgestellt, weil Hecken die Sicht von einer Auffahrt zur Kreisstraße behindern, in Thandorf wurde an einer Kreuzung in Richtung Rieps ein Spiegel installiert“, sagt Bauamtsleiter Dirk Groth. In Meetzen könnte noch in diesem Jahr ein weiterer folgen.

Doch aufgepasst: Selbst, wenn ein Verkehrsspiegel an einer unübersichtlichen Stelle aufgestellt wird, entbindet dieser die Verkehrsteilnehmer nicht von der allgemeinen Sorgfaltspflicht. Er soll dem Wartepflichtigen lediglich das Hineintasten in eine Kreuzung oder einen Einmündungsbereich erleichtern.

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