Jugendweihe in Gadebusch : Ein Schritt ins Erwachsensein

Die stellvertretende Landrätin Kerstin Weiss  übergab den Mädchen und Jungen ihre Jugendweihe-Urkunden.
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Die stellvertretende Landrätin Kerstin Weiss übergab den Mädchen und Jungen ihre Jugendweihe-Urkunden.

Am Sonnabend wurden in Gadebusch 123 Jugendliche in den Kreis der Erwachsenen aufgenommen. In zwei Veranstaltungen feierten sie gemeinsam mit jeweils 500 Gästen ihre Jugendweihe.

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26. Mai 2013, 06:59 Uhr

Gadebusch | Als ihre Namen aufgerufen werden, treten die Mädchen und Jungen der Reihe auf der Bühne des Gadebuscher Kremls am Sonnabendvormittag nach einen Schritt nach vorn. Dieser Schritt ist ein besonderer: Es ist der symbolische Schritt aus der Kindheit heraus und hinein ins Erwachsenenleben für die 123 Jugendlichen, die am Sonnabend in zwei Veranstaltungen mit jeweils rund 500 Gästen ihre Jugendweihe feierten. "Endlich ist es so weit", fasste Kerstin Weiss, stellvertretende Landrätin, in ihrer Festrede bei der zweiten Jugendfeier die Gedanken der Mädchen und Jungen zusammen. "Die Jugendweihe", so Weiss weiter, "ist der Brauch, den Abschied von der Kindheit festlich zu begehen und Rückblick und Ausblick zu wagen". Rückblick auf das bisherige Leben und die Menschen, die es geprägt haben, vor allem die Familie - und Ausblick auf das, was kommen wird. "Ihr müsst vieles demnächst entscheiden. Ihr tretet in einer krisenbehafteten Zeit ins Leben der Erwachsenen ein. Setzt Euer Wissen ein, entwickelt Kreativität, lasst Gefühle zu. Und begreift Euer Leben als einmalige Chance, die Welt als schön und lebenswert zu erhalten." Und auch die Gruppe "Nord Projekt", die mit Liedern und Rezitationen für das Rahmenprogramm der rund einstündigen Veranstaltung sorgte, gab den Jugendlichen etwas mit auf ihren Weg. "Es ist eben nicht leicht, für die Jungen wie auch die Alten das Konto des Lebens jederzeit sinnvoll zu verwalten ... Nimm Dein Konto und gönne Dir Augen; Augen, die Weisheit versprechen, einen Mund, dessen Worte nie den anderen brechen, helfende Hände, die Gutes erschaffen und niemals zerstören", verlas Rüdiger Schwatinski.

"Das Interesse an der Jugendweihe ist ungebrochen", weiß Horst Mohnke zu berichten. Seit mehr als 30 Jahren begleitet er als Mitglied des Jugendweihe-Vereins junge Menschen auf diesem ganz besonderen Weg. Der Verein richtet nicht nur die Jugendweihe-Feier aus: Bereits das ganze Jahr zuvor bietet er vielfältige Veranstaltungen an. So waren die Jugendlichen in Berlin und Paris, in Potsdam-Babelsberg und im spanischen Lloret de Mar. "Wir wollen den Jugendlichen einen Blick für Geschichte und Kultur vermitteln", so Mohnke. Aber auch kleinere Angebote kommen an: Ein Tag im Bowlingcenter, ein Besuch im Kosmetiksalon für die Mädchen, Schnupperstunden in der Fahrschule. "Für die Jugendlichen hat die Jugendweihe nach wie vor eine große Bedeutung. Sie wissen zu schätzen, dass wir für sie etwas anbieten", ist Horst Mohnke überzeugt.

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