Gadebusch : Ein Schloss voller Erinnerungen

Für Hans-Christoph Struck vom Förderverein ist das Schloss Gadebusch etwas ganz persönliches.
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Für Hans-Christoph Struck vom Förderverein ist das Schloss Gadebusch etwas ganz persönliches.

Der Förderverein Renaissanceschloss-Museum Gadebusch will den Herrschaftssitz wieder erstrahlen lassen – oft mit Herzblut.

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27. Januar 2018, 04:45 Uhr

Das Zimmer mit der Nummer 13 ist von der Zeit gezeichnet – ebenso wie der Rest des Schlosses Gadebusch. Für Hans-Christoph Struck vom Förderverein Renaissanceschloss-Museum Gadebusch hat der Raum trotzdem etwas zutiefst persönliches. „Das war das Zimmer meiner Frau Dagmar während unserer Internatszeit. Es gibt sogar noch ein Foto, wie wir genau hier gemeinsam auf dem Bett sitzen“, erklärt der Gadebuscher.

1971 bis 1974 lebte der jetzige Bauingenieur in den Mauern des Renaissancebaus von 1573. Hier erlebte er die Liebesgeschichte, die in der Ehe aufging. Nun setzt er sich dafür ein, dass das Schloss nicht dem Zerfall anheim fällt. Zusammen mit 28 weiteren Mitgliedern bildet er den Förderverein Renaissanceschloss-Museum Gadebusch, der sich dem Förderverein der Museumsanlage Gadebusch anschließt.

Für den Bauingenieur ist das Schloss neben einem Hort der Erinnerungen auch ein Stück Stadtgeschichte. „Darum werde ich mich weiterhin dafür einsetzen, dass das Schloss wieder in neuem Glanz erstrahlt.“ Das müsse aber mit entsprechender Vorsicht und Respekt geschehen. „Hier finden sich Zeichen vieler Epochen – von den alten Holzbalken im Dachstuhl über die verzierten Portale von 1750 bis zum Keller, der eine Zeit lang als Kneipe diente“, berichtet der Gadebuscher. Jetzt müsse entschieden werden, wie das im Oktober vergangenen Jahres von der Stadt gekaufte Schloss in Zukunft aussehen soll. „Das könnte einer der vielen Zwischenschritte zwischen Renaissance und Internatnutzung sein.“ Bauforscher sollen nun Erkenntnisse zum Schloss zutage fördern.

Der Herrschaftssitz gehört der Gadebuscher Gemeinschaft, daher ruft Hans-Christoph Struck auch die Einwohner der Münzstadt auf, zu helfen. „Wir suchen Fotos von dem Schlosshof in früherer Zeit. Damit wollen wir feststellen, wie die Nebengebäude damals aussahen“, so der Bauingenieur. Der Bau birgt noch viele Überraschungen wie alte Deckenmalereien. „Wenn wir ein Geheimnis lüften, tut sich ein neues auf“, sagt Hans-Christoph Struck begeistert.

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