Museum Wismar : Ein Schatz auf Reisen

Die Wismarer Museumsdirektorin Béatrice Busjan und die Restauratorin des Museo Gaias in Santiago de Compostela begutachten den Wismarer Pilgergürtel, bevor er in der Vitrine installiert wird.  Fotos: Museum Wismar
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Die Wismarer Museumsdirektorin Béatrice Busjan und die Restauratorin des Museo Gaias in Santiago de Compostela begutachten den Wismarer Pilgergürtel, bevor er in der Vitrine installiert wird. Fotos: Museum Wismar

Das Wismarer Museum leiht einen 500 Jahre alten Pilgergürtel an das Kulturzentrum von Santiago de Compostela.

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21. März 2015, 16:00 Uhr

Aktuell ist im Kulturzentrum von Santiago de Compostela die Ausstellung „Der Ursprung des Jakobswegs“ für das Publikum geöffnet. 150 hochkarätige Kunstwerke zeichnen ein vielschichtiges Bild des Jakobswegs, der 1993 in die Unesco-Welterbeliste aufgenommen wurde und inzwischen jährlich mehr als 250  000 Besucher anzieht. Zu den Leihgebern der neuen Sonderausstellung gehört neben den Uffizien von Florenz, dem Prado von Madrid und dem Kloster Cluny auch das Museum der Hansestadt Wismar.

Ein Wismarer, der nach Santiago de Compostela gepilgert war, brachte von dort vor gut 500 Jahren einen mit Pilgermuscheln besetzten Gürtel mit. Das kostbare Stück ist 82 Zentimeter lang und mit 13 Messingmuscheln besetzt. Seit dem vergangenen Wochenende ist das wertvolle Stück, das zur Sammlung des Wismarer Museums gehört, für sechs Monate zurück an seinem Ursprungsort. „Wir haben mit den Spaniern bereits in der Vergangenheit gut zusammengearbeitet. Deshalb haben wir den einmaligen Pilgergürtel auch für diese Ausstellung zur Verfügung gestellt“, erklärt die Wismarer Museumsdirektorin Béatrice Busjan.

Sobald die künftigen Ausstellungsgebäude an der Schweinsbrücke saniert sind, wird das wertvolle Stück in der Wismarer Dauerausstellung zu sehen sein. In den nächsten Monaten ist der Pilgergürtel nun als ganz besonderer Botschafter der Hansestadt Wismar in Santiago de Compostela im Einsatz. Die Ausstellung „Der Ursprung des Jakobswegs“ geht noch bis zum 13. September.

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