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Feuerwehr Rehna hilft : Ein neues Zuhause für den Adebar

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Freiwillige Feuerwehr Rehna ersetzt mit Drehleiter eine Nisthilfe für den Storch

svz.de von
erstellt am 08.Mär.2017 | 04:45 Uhr

In den kommenden Tagen und Wochen ist mit der Rückkehr der Weißstörche aus ihren Winterquartieren in Afrika zu rechnen. Auch SVZ-Leser Helmut Tietze liegt dieser heimische Großvogel sehr am Herzen. Er wandte sich an uns, um der Freiwilligen Feuerwehr Rehna für ihren Einsatz zu danken: „Die Herbst- und Frühjahrsstürme haben den Nistplatz der Störche in Brützkow völlig zerstört. Mit Hilfe der Kameraden Toni Jürß und David Oldenburg von der Freiwilligen Feuerwehr Rehna wurde nun eine neue Nisthilfe auf dem Horst montiert und so befestigt, dass sie den nächsten Stürmen standhalten sollte“, berichtet Tietze.

Bereitgestellt worden sei diese Nisthilfe durch die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Nordwestmecklenburg. Dafür dankt ihr der Storchenfreund von Herzen.

„Bleibt nun zu hoffen“, so Helmut Tietze, „dass die neue Nisthilfe wieder angenommen wird. Ein ausreichendes Nahrungshabitat ist eigentlich durch die in der Nähe befindlichen Wiesen vorhanden.“

Nach getaner Arbeit soll laut Tietze einer der Feuerwehrleute scherzhaft gesagt haben: „Da wir mit unserem neuen Leiterfahrzeug unterstützt haben, wird es bestimmt in diesem Jahr mit dem Brüten klappen.“

Helmut Tietze hofft nun, dass die Voraussage des Feuerwehrmannes eintritt. „Ich habe ihm selbstverständlich ein Foto der Jungstörche versprochen, als Dankeschön für das Engagement der Freiwilligen Feuerwehr Rehna“, verrät er.

Die aktuelle Situation für Adebar ist indes alles andere als rosig: Nur noch 27 Brutpaare gebe es im Nordwestkreis. Das Nahrungsangebot sei zu gering. Zu dieser Einschätzung kommt Ulf Bähker aus Klein Trebbow. Über Jahre sammelte er als Naturschützer und Kreisbetreuer für die Nabu-Landesarbeitsgruppe Weißstorchschutz die Brutdaten. „Weißstorchpaare müssen durchschnittlich zwei Jungvögel pro Jahr großziehen, um den Bestand zu erhalten. Dies wurde landesweit 2008 zuletzt erreicht. Im Kreis sogar seit 1996 nur zweimal, 2001 und 2004“, so Bähker. Falle der Wert darunter, werden die Verlustraten nicht mehr ausgeglichen.

Für diese Situation sind laut Bähker der Verlust der lebenswichtigen Kulturlandschaft mit ihren Feuchtwiesen und der Einsatz von Pestiziden verantwortlich.

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