Veelböken : Ein Laden für Besonderes

Ein Laden, der etwas Besonders ist. Simone Jürß will in ihrem Elternhaus umbauen, um dort Produkte aus den Werkstätten für Menschen mit Behinderung zu verkaufen.
Ein Laden, der etwas Besonders ist. Simone Jürß will in ihrem Elternhaus umbauen, um dort Produkte aus den Werkstätten für Menschen mit Behinderung zu verkaufen.

Simone Jürß will in Paetrow Produkte aus Behindertenwerkstätten anbieten

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15. August 2018, 21:00 Uhr

In dem freundlichen blauen Haus von Simone Jürß direkt an der B 208 soll demnächst ein kleiner Laden einziehen. Dort soll es dann Lebensmittel vom Arche Hof in Kneese geben oder Filzseifen aus den Dreescher Werkstätten in Schwerin. „Details haben wir noch nicht besprochen“, sagt Sabine Jürß. „Wir wollen schauen, was passt und was passt nicht.“ Zu beiden Einrichtungen hat Simone Jürß eine besondere Beziehung, denn ihre Tochter ist auch behindert. Eine Ausbildung hat sie beim Archehof in Kneese gemacht, heute arbeitet sie beim Lebenshilfewerk in Hagenow. Simone Jürß selber ist Mitglied bei der Lebenshilfe in Schwerin, engagierte sich dort.

Es sollte etwas Besonderes entstehen

So wuchs vor gut zwei Jahren die Idee, die alte Wohnung ihrer Eltern wieder zu nutzen. Dort sollte aber etwas Besonders entstehen. „Unser Laden soll klein aber fein sein“, sagt Simone Jürß. „Nichts für den Alltag.“

Beim EU-Projekt Leader hat sie dafür knapp 19 000 Euro für Ausbau und Ausstattung beantragt und im Juni den Zuschlag bekommen.

Doch nun kommt das Projekt nicht voran. Denn Simone Jürß hat das gleiche Problem wie viele andere auch: Sie wartet auf Handwerker, genauer gesagt auf den Elektriker. Viele andere Arbeiten wollen Simone Jürß und ihr Partner selber machen. Insgesamt vier Räume mit schönem Fachwerk und ein Flur will sie zu einem Laden umbauen. Sie hofft, bis November mit allen Arbeiten fertig zu werden.

Auf gut 70 Quadratmetern sollen dann die Produkte Platz finden. „Öffnen wollen wir Donnerstag und Freitag jeweils nachmittags. Am Sonnabendvormittag auch.“ Und dann will sie mal abwarten, wann Kunden noch vor der Tür stehen. All das wird ihre Freizeit ausfüllen, denn hauptberuflich arbeitet sie als Gleichstellungsbeauftragte beim Landkreis. Einen pfiffigen Namen hat sich Simone Jürß auch schon für ihren Laden ausgedacht, verraten will sie den aber noch nicht.

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