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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

18. November 2017 | 17:17 Uhr

Ein ganz besonderes Wochenende

vom

svz.de von
erstellt am 29.Apr.2013 | 09:54 Uhr

Dechow | Tanzen, Buttern, Theaterspielen und Basteln: Viel Abwechslung und Spaß im Dechower Gemeindehaus erlebten 35 Kinder aus dem Kreis, denn der Gadebuscher Mädchentreff lud zum 33. Mal in 20 Jahren zum Wochenendferienlager ein.

Das Camp begann bereits am Freitag mit einem Tanzworkshop, bei dem die Kinder zu wilder Musik nicht nur die Fetzen, sondern auch die Haare fliegen lassen konnten. Ein weiteres Abenteuer erlebten die Mädchen bei der Dorfrallye. In Gruppen aufgeteilt, mussten sie verschiedene Aufgaben lösen, die unter anderem die Geschichte und die Natur Dechows behandelten. "Wichtig war für die Kinder, dass sie aus sich herausgingen und sich überwanden, mit den Leuten aus dem Dorf ins Gespräch zu kommen. Denn nur mit deren Hilfe waren die Aufgaben zu lösen", erklärte die Leiterin des Mädchentreffs Jutta Ahrendt. Nachdem die Dorfrallye beendet war, entschieden die einzelnen Gruppen, welcher Einwohner Dechows ihnen am Besten half. Diese Person wurde anschließend wieder aufgesucht und mit einem Herz aus Holz als Dankeschön beschenkt.

Der Besuch der gläsernen Molkerei hinterließ bei der jüngsten Campbewohnerin Neele Vabelow einen besonderen Eindruck: "Es ist irgendwie alles toll hier, aber am liebsten habe ich gebuttert." Die Mädchen mussten dabei einen Becher schütteln, bis sich die Sahne in Butter verwandelte. "Dabei ist auch Buttermilch entstanden, die hat auch viel besser geschmeckt als die normale", erzählte die Siebenjährige aus Webelsfelde aufgeregt. Die selbst gemachte Butter durften alle Kinder mit nach Hause nehmen, so dass sie auch in der Woche ein spezielles Schulbrot essen können. Der neunjährigen Paula Nagel hatte das Neptunfest am Besten gefallen. Schon vorher wurden zusammen mit der Schweriner Künstlerin Maibritt Wendig zur Einstimmung kleine Nixen und Neptunfiguren gebastelt. "Das Basteln war schon toll, aber ich mochte besonders die Neptuntaufe, dabei haben wir uns ganz schön nass gemacht", sagte die Gadebuscherin.

Gestern wurden dann vor dem großen Aufräumen von jeder Mädchengruppe noch ein Theaterstück vorgespielt, welches selbst entwickelt und geprobt wurde. "Sie hatten die Aufgabe, eine Familie darzustellen, die in den Urlaub fahren möchte, während jedoch alles schief geht, was schief gehen kann", erklärte Jutta Ahrendt. Kreativ wandelten die Mädchen dafür Koffer in Rollstühle und Betten in Autos um und dachten sich die ausgefallensten Hindernisse aus.

Seit 20 Jahren findet das Mädchentreffcamp erfolgreich statt, und auch in Zukunft ist für das Wochenendferienlager wohl noch lange kein Ende in Sicht. Die Leiterin erzählte: "Schon vor drei Jahren war die Nachfrage riesengroß, doch dieses Mal waren wir wirklich erstaunt." Innerhalb von nur drei Tagen waren alle Plätze besetzt und auf der Warteliste standen zwölf weitere Kinder, die nur knapp nicht dabei sein konnten. Sie haben aber im nächsten Jahr wieder die Chance, am Wochenendferienlager des Mädchentreffs teilzunehmen.

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