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Plattdeutscher Abend in Rehna : Ein Fest für Rudolf Tarnow

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Plattdeutscher Abend ist dem 150. Geburtstag des Dichters aus Mecklenburg gewidmet / Kulturabend am 1. April im Lindenhof

von
erstellt am 13.Mär.2017 | 05:00 Uhr

„Köster Klickermann“, der Dorfschullehrer aus der Feder von Rudolf Tarnow kommt im Lindenhof Rehna auf die Bühne. „Anlässlich des 150. Geburtstages des Schriftstellers widmen wir Rudolf Tarnow das Programm zum diesjährigen Plattdeutschen Abend“, sagt Oliver Dischereit.

Die durchaus aufwendigen Proben laufen seit Wochen. Kaum anders lässt sich das umfangreiche und auf mehr als zwei Stunden angelegte Programm auf die Bühne bringen. Schauspielerische Leistung und pointierter Humor sind unter einen Hut zu bringen. Dafür sind die Plattsnacker bekannt. Nicht weniger versprechen Vereinschefin Rita Völzer und Oliver Dischereit mit den weiteren Mitgliedern vom Verein.

25 Mitwirkende inklusive der acht Kinder und Jugendlichen bringen am 1. April das neue Programm auf die Bühne. Den Probenlauf lässt sich Rösi Reusch nicht entgehen. Gemeinsam mit Olaf Both geht sie die Textpassagen durch. „Ich bin ,Fru Klönow ut Böken’, die die Verwandtschaft besucht“ verrät sie. Wie stark ihre Bühnenpräsenz sein wird, sagt sie noch nicht.

Die Regie liegt in den Händen von Oliver Dischereit: „Einige Texte lagen vor, andere wurden aus den Werken von Tarnow abgeschrieben und unserer Aufführung angepasst“, sagt er. Drei Blöcke beinhaltet der Abend. Neben dem alten Schulmeister und der Kindergruppe gibt es mit „De fine Koeck“ und „Seepenpil“ sowie „De Hosen“ Kurzweiliges und reichlich Volkswahrheiten im Lindenhof. So wenige Kilometer vor der Küste dürfen Seemannsgeschichten wie „Klaas Bolzendahl“ nicht fehlen.

Dass die Wahl auf Tarnow fällt, findet Hans-Joachim Karl grandios: „Mit seinen Reimen lässt sich die plattdeutsche Sprache am besten erlernen“, sagt er. Darauf zielen die Bemühungen der Plattsnacker ab.

„Ab 1. September ist Plattdeutsch offizielles Fremdsprachenfach an den Gymnasien“, sagt Tom Roloff. Genau hier wolle man mit den Schulen in der Region möglicherweise etwas aufbauen. Eine gute Idee findet auch Rita Völzer. Allerdings hadert sie mit der Bezeichnung Fremdsprache: „Sagen wir lieber Muttersprache“, fügt sie mit einem Lächeln hinzu.

Ganz offiziell bleibt der Status Fremdsprache bestehen. Aber wie dem auch sei. Fest steht damit, dass der Plattdeutsche Abend seit Jahrzehnten der wohl am besten besuchte „Fremdsprachenkurs“ in Norddeutschland ist. Die nächste Lektion, die gibt es am Sonnabend, 1. April um 20 Uhr im Lindenhof.

 

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