Navigationshilfe ist 140 Jahre alt : Ein Feiertag für den Leuchtturm in Timmendorf

<strong>Nur Fachleute </strong>wie Gerd Poganski vom WSA Außenbezirk Wismar haben Zutritt zum Lampenhaus.
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Nur Fachleute wie Gerd Poganski vom WSA Außenbezirk Wismar haben Zutritt zum Lampenhaus.

Gäbe es den Timmendorfer Leuchtturm auf Poel nicht, würde Einheimischen aber auch Urlaubern gewiss etwas von der bekannten Hafenatmosphäre fehlen. Doch nur wenigen ist bewusst, dass er inzwischen 140 Jahre existiert.

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01. Juni 2012, 09:55 Uhr

Wismar | Gäbe es den Timmendorfer Leuchtturm auf Poel nicht, würde Einheimischen aber auch Urlaubern gewiss etwas von der bekannten Hafenatmosphäre fehlen. Doch nur wenigen scheint bewusst, dass diese markante Navigationshilfe und wichtiges Seezeichen für die Schifffahrt zum Wismarer Hafen inzwischen 140 Jahre existiert. Denn genau seit dem 1. Oktober 1872 strahlt dieses Sektorenfeuer in die Wismarbucht.

Grund genug, ein solches Ereignis würdig zu begehen, fanden die Mitarbeiter des Wasserschutzamtes vom Außenbezirk am Wismarer Haffeld. Von ihnen kam nicht nur die Idee, statt im vielleicht regnerischen Herbst, sondern bereits jetzt am Sonnabend von 10 bis 17 Uhr rund um den Turm einen Erlebnistag zu organisieren. Sie fanden zudem in der Gemeinde Poel und bei den Timmendorfer Seenotrettern dafür ein offenes Ohr. "Wir werden in verschiedenen Pagodenzelten bestimmte Themenschwerpunkte präsentieren, ähnlich, wie es Besucher vom Tag der offenen Tür bei uns kennen", macht WSA-Außenbezirksleiter Mario Fröhlich schon mal neugierig.

Konkret erfahren Besucher etwas zur Thematik "Leuchttürme gestern und heute." Und wer es noch nicht kennt, wird zudem das automatische Identifikationssystem (AIS) auf See kennen lernen. Ein weiterer Infostand behandelt das Thema Lampentechnik und Automatisierung der Türme. Desweiteren gewähren WSA-Fachleute Einblicke in Seekarten mit den Leuchttürmen an der deutschen Ostseeküste und natürlich gibt es spezielle Informationen zum eigentlichen Leuchtturm und den Sektorenleit- und Warnfeuern im Timmendorder Revier. Auch über Ausbildungsmöglichkeiten beim WSA Lübeck gibt es Hinweise.

Im Hafen hat dann ein Seezeichenschiff des WSA zur Besichtigung festgemacht und dazu sind die "Roten Engel" der DGzRS-Station Timmendorf mit ihrem Seenotrettungsfahrzeug "Günther Schöps" präsent. Sie sorgen außerdem für leibliches Wohl. Auch sonst müssen sich die jüngsten Besucher nicht langweilen. Neben verschiedenen, betreuten Kinderspielen gilt es, mit etwas Geschick und Pfiffigkeit ein "Leichtmatrosen-Patent" zu erwerben. "Natürlich sind wir uns bewusst, dass der Turm selbst im Fokus des Besucherinteresses steht", weiß Mario Fröhlich. Allerdings müssen für eine Turmbesteigung besondere Prämissen gelten. Aus sicherheitstechnischen Gründen können pro Durchgang nur fünf Personen über eine steile und enge Wendetreppe nach oben gelangen. WSA-Mitarbeiter bemühen sich dennoch um einen reibungslosen Durchlauf. Viel Geduld, Verständnis und eine gute körperliche Kondition sind daher bei jedem der interessierten Besucher gefragt.

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