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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

25. September 2017 | 06:24 Uhr

Gadebusch : Ein Euro für den Schulcontainer

vom

Der Schulcontainer auf dem Gelände der Pestalozzi-Förderschule in Gadebusch hat ausgedient. 2012 muss er weg. Doch das ist der Stadt zu teuer. Gadebusch hat aber eine Idee.

svz.de von
erstellt am 08.Nov.2011 | 10:15 Uhr

Gadebusch | Er steht auf dem Grund und Boden des Landkreises, ist in Besitz der Stadt Gadebusch und hat im kommenden Jahr ausgedient. Für den Schulcontainer mit seinen acht Klassenräumen auf dem Gelände der Pestalozzi-Förderschule sieht der Landkreis keinen Bedarf mehr und hat die Anmietung zum 31. Juli 2012 gekündigt. Dann muss er weg. Rund 560 000 Euro würde es die Stadt Gadebusch kosten, den Container umzusetzen, zu sanieren und das Gelände wieder in seinen ursprünglichen Zustand zu versetzen. Zu viel Geld, sagt die Verwaltung und schlägt vor, den Container zum symbolischen Wert von einem Euro zu verkaufen.

Wenn sich heute Abend zwei Ausschüsse der Stadt Gadebusch mit diesem Thema beschäftigen, dann haben sie über eine Beschlussvorlage abzustimmen, die den Weg für das Vorhaben ebnen soll, das keine Nachnutzung durch die Stadt und Verkauf für eben einen Euro beinhaltet. Wird ein Käufer gefunden, dann ist dieser jedoch auch für Demontage des Gebäudes und der Fundamente verantwortlich. "Vielleicht ist dieser Container ja noch für jemanden nützlich. Und wir können Geld für den Abriss sparen", heißt es von Seiten der Stadt. Derzeit werden von der Stadt zwar noch Angebote von Abrissfirmen eingeholt, doch die geschätzten Baukosten für Abriss Dach, Fundamente und Geländeherrichtung belaufen sich laut Beschlussvorlage auf rund 60 000 Euro.

Seit 2000 werden in dem Container Pestalozzi-Schüler unterrichtet. Derzeit sind es noch knapp 40 Kinder in zwei Klassen. "Am Ende des Schuljahres fallen zwei Klassen weg, die anderen beiden passen mühelos ins Hauptgebäude", sagt Schulleiterin Selinde Krause. Dass der Container dann ganz verschwindet, sei, so Krause, ganz im Interesse der Schule, "denn dieser Platz kann gut in die geplante Schulhofumgestaltung eingebunden werden."

Grundschule benötigt zusätzliche Räume

Die vom Kultur- und Sozialausschuss vorgeschlagene Nachnutzung als Hortgebäude, so steht es in der Beschlussvorlage, ist nicht zu empfehlen, da die Räumlichkeiten für den gesamten Hort nicht ausreichen und eine weitere Splittung der Standorte nicht erfolgen soll. Weiterhin heißt es: Für den Betreiber, das Jugendhilfezentrum Rehna, ist ein zusätzlicher Standort nicht mehr vertretbar. Es wird angestrebt, möglichst konzentriert an einem Standort die Hortbetreuung durch zu führen.

Andererseits benötigt die Grundschule Gadebusch auf Grund der veränderten Schulpolitik mehr Klassenräume, da es an den Förderschulen keine 1. und 2. Klasse mehr gibt und diese Schüler an der Grundschule zukünftig aufgenommen werden müssen. Durch den Föderunterricht werden deshalb zusätzliche Räume benötigt. "Die Schule wäre deshalb sehr daran interessiert, den im Nebengebäude vorhandenen Hortraum und den Nebenraum für Schulzwecke nutzen zu können", so die Verwaltung. Sie schlägt vor zu prüfen, ob nicht ein Hortneubau mittelfristig realisierbar ist. Als Standort würde sich die ehemalige Kita am Burgsee eignen. Mit dem Neubau könnte dann die Nutzung der Aula als Hort und der Hortraum im neuen Schulnebengebäude aufgegeben werden. Der bauliche Zustand der Aula wird nämlich als schlecht bezeichnet, da unzureichender Wärmeschutz für hohe Bewirtschaftungskosten sorgt.

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