Groß Salitz : Ein Dorfverein wird erwachsen

Vorstandsvorsitzende Nancy Schubert  und Mitglieder des Dorfvereins Groß Salitz: Hans Peschke, Viola Glaser, Bodo Päpke und Doris Wiencke (v.l.n.r.).
Vorstandsvorsitzende Nancy Schubert und Mitglieder des Dorfvereins Groß Salitz: Hans Peschke, Viola Glaser, Bodo Päpke und Doris Wiencke (v.l.n.r.).

Der Verein in Groß Salitz schaut nach 18 Jahren Bestehen zurück auf die Anfänge und das Erreichte

svz.de von
27. September 2017, 12:00 Uhr

„Wir sind jetzt volljährig, wir dürfen jetzt wählen“, sagt Bodo Päpke und meint damit den Dorfverein Groß Salitz. Denn der 1999 unter dem Namen „Verein zur Förderung der Dorfgemeinschaft Groß Salitz e.V.“ gegründete Verein wurde in diesem Monat 18 Jahre alt – ein Rückblick.

Dorfleben erhalten, Zusammenhalt fördern. Das ist das Kredo von der Vorsitzenden Nancy Schubert und ihren Mitstreitern. Der Dorfverein organisiert traditionelle Feste und Veranstaltungen, vom Maibaumaufstellen über Laternelaufen bis zum Höhepunkt des Jahres: dem Weihnachtsmarkt. „Die Leute erwarten solche Feste“, sagt Doris Wiencke. Sie ist von Anfang an dabei gewesen, hatte den Verein mitgegründet. Gründungsgrund: „Damit die Dorfgemeinschaft bleibt“, so Doris Wiencke.

Der Verein wurde gegründet, als die Freiwillige Feuerwehr in Groß Salitz geschlossen wurde. „Vorher hatte die Feuerwehr das Dorfleben gestaltet“, erzählt Bodo Päpke. Nach dem Schließen der Wehr richtete der frisch gegründete Dorfverein zu Weihnachten eine Kaffeetafel aus. Daraufhin wuchsen Verein und Weihnachtsfest schnell. Mittlerweile umfasst er 40 Personen. „Unser jüngstes Mitglied ist 14 Jahre alt, das älteste schon über 80 Jahre“, sagt Nancy Schubert.

Die anfänglich kleine Weihnachtstafel entwickelte sich zu einer feste Größe im Ort. „Frauen aus dem Ort bringen selbstgebackenen Kuchen und Torten, gegen einen kleinen Obolus wird dann zusammen gegessen und gesellig zusammengesessen“, erzählt die Vorsitzende. Vor allem für viele Senioren ist dies eine liebgewonnene Tradition. „Selbst die, die schon im betreuen Wohnen leben, kommen her weil es für sie ein Fest ist, mit den Leuten zu plauschen“, sagt die 32-Jährige.

Neben dem Weihnachtsmarkt – dessen Tombola über die Grenzen des Dorfes hinaus bekannt ist – sind vor allem die Knobelabende ein Anlaufpunkt für viele. „Einmal waren es 84 Personen in einem Raum, der eigentlich nur für maximal 60 Leute ausgelegt ist“, erinnert sich Bodo Päpke, der dem Verein selbst einmal vorsaß. Als der Dorfverein damals kurz vor dem Aus stand, weil sich kein Vorsitzender fand, übernahm Päpke – und das für 15 Jahre.

Der Verein blickt auf 18 Jahre zurück und will das Jubiläum im Oktober feiern. Wünsche für die Zukunft? „Dass sich immer Leute finden, die sich engagieren“, sagt Doris Wiencke.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen