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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

21. November 2017 | 01:56 Uhr

Landkreis : Ein direkter Draht in die Chefetage

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Zentrale Eingabestelle für Bürger und Firmen startet am Montag / Landrätin Kerstin Weiss will Kommunikation mit Bürgern verbessern

von
erstellt am 14.Aug.2014 | 07:54 Uhr

Dialog heißt das neue Schlüsselwort, mit dem der Landkreis Nordwestmecklenburg den Bürgern direkte Gespräche in Konfliktsituationen mit der Verwaltung anbietet. Unter dem Slogan „Der Kurze Weg“ wird ab kommendem Montag, 18. August, die zentrale Stelle in Betrieb gehen. Auf der Internetseite der Verwaltung wird es eine Art Direktverbindung für Beschwerden in die Chefetage geben. Darüber sind Eingaben, Hinweise oder Anregungen direkt an das Büro der Landrätin möglich. „Ich möchte damit ein Wahlversprechen einlösen“, sagt Landrätin Kerstin Weiss. Seit 36 Tagen ist die neue Verwaltungschefin im Amt. Gestern stellte sie Teile ihres neuen Konzeptes und Veränderungen innerhalb der Verwaltung vor.

Die zentrale Stelle wird ans Büro der Landrätin angegliedert, wo Christian Drechsler als neuer Leiter und Monika Mahlke als persönliche Referentin der Landrätin sich der Anfragen annehmen. Es werde keine zusätzliche Stelle geschaffen, betont Weiss.

Die zentrale Stelle für Eingaben greift, wenn es den Bürgern und Unternehmen nachweislich nicht gelungen ist, die Problematiken in den jeweiligen Fachdiensten im Vorfeld abzuklären. „Ich stehe hinter meinen Mitarbeitern. Sie genießen volles Vertrauen. Trotzdem kommt es immer wieder mal vor, dass Entscheidungen für nicht richtig befunden werden“, sagt Weiss. Tritt solch ein Fall ein, ist ein Austausch auf fachlicher Ebene nicht möglich und sind die Betroffenen der Meinung, dass die Verwaltung nicht richtig gehandelt habe, können sie sich über die zentrale Stelle ans Büro der Landrätin wenden, so Weiss. Ein Kontakt ist schriftlich, telefonisch oder per E-Mail möglich. Innerhalb eines Monats verspricht die Verwaltung, eine Antwort zu geben.

Personelle Veränderungen gab es in Entwicklungsbereichen wie dem Öffentlichen Personen Nahverkehr. Tino Waldraff, Leiter Vergabestelle im Landkreis, wird die Umgestaltung des Öffentlichen Personennahverkehrs beim Nahverkehrsbetrieb Nordwestmecklenburg begleiten. „Herr Waldraff wurde zu 50 Prozent freigestellt und kann sich somit verwaltungsseitig dem Thema intensiv widmen“, sagt die Landrätin. Ziel bleibt ein völlig neu strukturierter Personennahverkehr, der über die Hauptachsen die Städte im Kreis mehrmals täglich erreicht(SVZ berichtete).

Die Fachdienstleitung Soziales in der Verwaltung wird Waltraud Clasen für die kommenden sechs Monate kommissarisch leiten. Sie übernimmt somit den bisherigen Aufgabenbereich von Kerstin Weiss. Für die Besetzung der Stelle läuft eine interne Ausschreibung. „Frau Clasen arbeitet bislang als Juristin im Fachbereich Soziales und kennt sich bestens aus“, so Weiss.

Der bisherige Büroleiter der Landrätin, Mathias Diederich, bleibt als Jurist in Funktion, wird die Stabsstelle sowie die Wirtschaftsförderung und Regionalentwicklung leiten.

Kerstin Weiss sieht ihre neue Aufgabe in der Verwaltung als Herausforderung: „Ich habe mich auf das neue Amt gefreut, die Ärmel sind hochgekrempelt.“ Die Dassowerin leitet die Kreisverwaltung mit 786 Mitarbeitern und hält am Erweiterungsbau in der Kreisstadt Wismar fest. Kosten: voraussichtlich acht Millionen Euro. Mit der Fertigstellung Ende 2016 verfügt der Nordwestkreis über zwei Verwaltungsstandorte. Weiss verspricht eine volle Auslastung und hält gegebenenfalls mit Auslaufen der Mietverträge die Aufnahme der Zulassungsstelle in kreiseigene Gebäude für möglich.


 

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