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Gesucht und gefunden : Ein Computerchip für den Hund

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Gesucht – Gefunden: Hunde und Katzen im Roggendorfer Tierheim werden gechippt und dann beim Haustierzentralregister angemeldet

Emil hält ganz still. Auf dem Arm zu sein findet der kleine, braune Fundhund sowieso toll. Theresa Feldt hat den Rüden hochgenommen, während Petula Göbel mit dem Auslesegerät über Emils Hals fährt. „Keine Nummer vorhanden“, sagt die Auszubildende des Roggendorfer Tierheims.

Ist ein Tier gechippt, erscheint ein Code auf dem Display und das Tier kann genau zugeordnet werden – eine große Hilfe für das Tierheim und auch für alle Tierbesitzer, denen ihr Vierbeiner abhanden gekommen ist. Der Chip, der von einem Tierarzt schmerzlos eingesetzt wird, enthält Informationen über den Halter und die Gefährlichkeit des Hundes sowie mögliche Auflagen wie Leinen- und Maulkorbzwang. Auch Katzen können geschippt werden. „Es ist wirklich am besten wenn die Leute ihre Tiere chippen lassen und dann zum Beispiel bei Tasso melden“, sagt Tierheimleiterin Annette Herbing. „Wir rufen dann bei Tasso an und können so rausfinden woher die Tiere kommen und wem sie gehören.“ Dann ist die Rückgabe schnell und problemlos möglich. „Es ist aber sehr selten, dass die Tiere, die zu uns kommen, gechippt sind“, bedauert Petula Göbel. Manchmal hätten sie zwar einen Chip, seien aber nicht registriert worden. Damit sind sie nicht zuzuordnen.

Auch Roland Mann vom Ordnungsamt in Rehna greift zum Auslesegerät, wenn ein Tier zu ihm gebracht wird. „Das erleichtert die Arbeit“, sagt er. Mann hat, im Gegensatz zum Tierheim, beobachtet, dass immer mehr Tiere gechippt sind. „Früher war das kaum der Fall.“ Registriert werden gechippte Tiere zum Beispiel beim Haustierzentralregister von Tasso. Dieses arbeitet mit Tierheimen, Tierärzten, Polizeistationen, Straßenmeistereien und Ämtern zusammen. 7 100 000 Haustiere sind hier derzeit registriert. 2000 telefonische Anfragen gehen pro Tag in der Tasso-Notruf-Zentrale ein. Der Verein arbeitet kostenlos und finanziert sich aus Spenden.

Emil fährt gleich zum Tierarzt – heute soll auch er gechippt werden. Mit einer Spritze wird dann der reiskorngroße Chip unter die Haut gebracht. „Es ist unserer Aufgabe, die Tiere zu chippen, für ihre neuen Besitzer“, sagt Petula Göbel.

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erstellt am 18.Jun.2014 | 00:06 Uhr

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