Dechow : Ein Blick ins gläserne Haus

Führungen durch die Gläserne Molkerei waren bei vielen Besuchern beliebt.
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Führungen durch die Gläserne Molkerei waren bei vielen Besuchern beliebt.

Dechower Molkerei lud zu einem Blick hinter die Kulissen ein und feierte mit tausenden Gästen

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07. Juni 2015, 23:38 Uhr

Die gläserne Molkerei in Dechow machte am Wochenende ihrem Namen alle Ehre und ließ hunderte Besucher einen Blick hinter die ohnehin sehr licht gestaltete Fassade werfen und feierte am Tag der offenen Tür ein Fest mit Kleinkünstlern, Verkostungen und Marktständen regionaler Produkte. Eingebettet in den Sonnabend war zudem die 46. Internationale Veteranen-Rallye um die Inselstadt Ratzeburg mit 85 Oldtimern.

„Wir wollen den Menschen laut unseres Credos auch zeigen, wie und mit wem wir arbeiten. Deshalb haben wir jetzt zum dritten Mal zum Tag der offenen Tür eingeladen“, erzählte Marketingleiterin Petra Abs. Erst im April 2012 ging die Gläserne Molkerei in Dechow in die Produktion. Seitdem stellt sich die Firma regelmäßig den Besuchern vor. „Jeder, der es möchte, kann ins Unternehmen schauen. Wir wollen ihnen die Bio-Milchwirtschaft zeigen und verständlich machen“, sagte die Marketingleiterin. Auch das zweite Standbein des Unternehmens, eine Gläserne Molkerei in Brandenburg, lade immer wieder zu solchen Tagen ein.

Den Gästen gefiel bei sommerlichen Temperaturen die Wochenendveranstaltung. Kuchen frisch vom Bio-Bäcker, Tobewiese aus Strohballen für die Kinder, handgefertigte Kunst und zahlreiche Probierangebote von Milch und Käse sorgten zwei Tage lang für tolle Stimmung. Wer etwas mehr technisch interessiert war, konnte sich auf dem Parkplatz der Molkerei Autos und Motorräder anschauen, die schon mindestens 25 Jahre alt sind. Denn die 46. Veteranen-Rallye um die Inselstadt Ratzeburg führte in diesem Jahr auch nach Dechow. „Hier hatten die Fahrer etwa 15 Minuten Zeit zum Ausruhen und schauen, bevor es weiter ging“, erzählte Petra Abs. Außerdem mussten die Teilnehmer eine Aufgabe im Rahmen der Rallye lösen. „Wir haben hier einige Tanks mit Milch vor dem Betrieb stehen. Die Teilnehmer mussten erraten, wie viel Liter darin enthalten sind“, sagte die Marketingleiterin.

Für den Bargdeheider Thomas Degenhardt war die Lösung dieser Aufgabe allerdings erst einmal zweitranging, denn er musste nach der Ankunft zunächst unter sein Auto. „Das Auto läuft nicht mehr rund, ich glaube, es liegt an der Zündspule“, erklärte der Oldtimer-Fan. Denn sein Oakland Torpedo Roadster „Oriole“ war nicht nur der Hingucker schlechthin, sondern mit Baujahr 1911 auch schon mehr als 100 Jahre alt. „Ich habe ihn seit 1998 und fahre im Jahr etwa fünf Rallyes mit. Solche alten Autos dürfen auch schon mal eine kleine Reparatur nötig haben“, erklärte Degenhardt. Doch der Bargdeheider hatte das Problem schnell gelöst und so konnte die Fahrt von der Gläsernen Molkerei in Dechow schnell fortgesetzt werden, ohne Zeit verloren zu haben.

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