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"Der Storch zurück ins Dorf" : Ein Betonmast als neues Zuhause

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Eigens für Weißstörche hat die Wemag einen elf Meter hohen Mast in Groß Salitz aufgestellt. Er muss in zwei Metern Tiefe eingebuddelt werden, damit das zukünftige Nest einen sicheren Stand hat.

svz.de von
erstellt am 14.Jan.2011 | 08:54 Uhr

Groß Salitz | Zwei blaue Lkw von der Wemag rollten gestern Früh in Groß Salitz an. Anders als sonst wollten die drei Mitarbeiter des Energieversorgungsunternehmens ein neues Zuhause für Meister Adebar aufstellen. Tatkräftig buddelten die drei Mitarbeiter ein zwei Meter tiefes Loch, damit der elf Meter Hohe ehemalige Strommast sicheren Stand bekommt.

Angeschoben hat die Initiative "Der Storch zurück ins Dorf" der Vorsitzende des Dorfvereins, Bodo Päpke. "Die Mitglieder des Dorfvereins haben es sich zur Aufgabe gemacht, ein neues Zuhause für den Storch zu bauen", sagte Bodo Päpke, der einen Abend zuvor zusammen mit Nancy Schubert einige Äste ins vorgesehene Storchennest geknüpft hatte, schließlich solle sich der Storch in der Gemeinde wohl fühlen. "Ich finde, in ein Dorf gehört auch ein Storch", sagt Päpke. Aber nicht nur der Vereinsvorsitzende freut sich über den Mast der Wemag, sondern auch viele andere Gemeindemitglieder.

Wenn im Frühjahr der Weißstorch aus seinem Winterquartier in Afrika zurück nach Deutschland kommt, hofft Bodo Päpke, dass sich der Storch in der Gemeinde wieder einfindet. Wenn es in diesem Jahr nicht klappt, vielleicht ein paar Jahre später, meint Nancy Schubert. Der Betonmast steht und auch das Nest bietet Platz für einen ausgewachsenen Storch in luftiger Höhe. Bis zu 80 Zentimeter groß und bis zu 4400 Gramm schwer kann der Vogel werden, der in einem Jahr mehr als 10 000 Kilometern zurücklegt, wenn es ihn im August in sein Winterquartier gen Süden zieht. Und wenn Meister Adebar seinen Platz in der Gemeinde wieder gefunden hat, vielleicht gibt es dann nicht nur bei den Weißstörchen in Groß Salitz Nachwuchs - schließlich heißt es, dass der Storch die Kinder bringt.


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