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Gadebusch im Mittelalter : Ein außergewöhnlicher Rundgang

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Eine Freiluft-Dauerausstellung mit neun Stelen führt Einheimische und Touristen durch die Münzstadt

svz.de von
erstellt am 22.Apr.2017 | 04:45 Uhr

Sie sind echte Hingucker und sorgen schon seit Tagen im Stadtkern der Münzstadt für Aufsehen – die neun Stelen der Dauerausstellung „Die Stadt Gadebusch im Mittelalter“. Gestern wurde die Freiluft-Schau offiziell eröffnet. Entsprechend groß war der Andrang zu diesem besonderen Ereignis.

Die Idee zu dieser außergewöhnlichen Freiluft-Schau entstand bereits vor drei Jahren. „Damals hatten wir eine Arbeitsgruppe gebildet, die für das Reformationsjubiläum eigentlich nur eine Ausstellung für die Gadebuscher Kirche entwickeln sollte. Dabei kam uns die Idee, diese zu erweitern. Denn wenn eine Stadt so alt ist, wie Gadebusch, hat sie doch auch viel zu erzählen“, sagt Gerhard Schotte, der die Dauerausstellung gemeinsam mit Klaus Leuchtemann federführend entwickelt hat. Und so erzählen nun insgesamt 16 Schautafeln an neun historisch bedeutsamen Punkten im historischen Ortskern die Geschichte der Münzstadt. Die Historie vom Rathaus genauso wie die der einst vier Hospitäler oder aber der Hexenverfolgung im Mittelalter. Unmittelbar neben dem Turm der Stadtkirche erzählt eine Schautafel die Geschichte der ersten Schulen in Gadebusch. Denn es war die alte Schulstube im Kirchturm, in der ab dem Jahr 1554 Jungen und 40 Jahre später auch Mädchen im Lesen, Schreiben, Rechnen, Singen sowie Latein und Religion unterrichtet wurden. Die alte Schulstube wurde im Rahmen der Ausstellungseröffnung erstmals für einige Minuten der Öffentlichkeit gezeigt. Während der Ausstellung „Reformationstaler 1549“, die vom 7. Juni bis 31. Oktober in der Stadtkirche gezeigt wird, soll die Schulstube von der Kirche aus für Jedermann begehbar sein.

Bis dahin können Einheimische und Gäste die neun Stelen der Dauerausstellung „Die Stadt Gadebusch im Mittelalter“ erkunden und so die Münzstadt neu entdecken. So wie die Besucher der Eröffnung. „Ich bin angetan von der Idee und der Umsetzung“, sagte Selinde Krause. „Ganz super, auch wie die Hexenverbrennung miteingearbeitet wurde“, befand die Gadebuscherin Sonja Weise. Und Klaus Ramisch ergänzte: „Großartig, was hier auf die Beine gestellt wurde.“ Fazit: Unbedingt anschauen! 

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