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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

21. November 2017 | 02:07 Uhr

Peter Kalugin : Ehrennadel für Schlagresdorfer

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Peter Kalugin engagiert sich im Landesverbandes der Rassekaninchenzüchter MV. Besonders die Jugendarbeit liegt ihm am Herzen.

Soziales Engagement liegt ihm im Blut. Darum war es nicht verwunderlich, dass Peter Kalugin am Tag des Ehrenamtes am 6. Dezember für seinen langjährigen Einsatz die „Ehrennadel des Landes Mecklenburg-Vorpommern für besondere Dienste im Ehrenamt“ erhielt.

Seit 2003 ist der 54-jährige Vorsitzender des Landesverbandes der Rassekaninchenzüchter Mecklenburg und Vorpommern e.V., als Quereinsteiger. „Ich bin erst seit 1997 dabei, habe einige Stufen auf der Leiter der Vereinsführung übersprungen, weil jemand gesucht wurde, der die Arbeit macht.“ Geplant war es nicht, als er sich vor 17 Jahren in die Roten Neuseeländer verguckte und zu züchten beschloss. Später kamen auch noch weiße Angoras dazu, von denen jedes pro Jahr 1,5 Kilo Wolle liefert. Einige Prämien hat er schon eingeheimst für seine Herdbuchzucht. „Sogar Bundessieger waren dabei.“ Auch in diesem Jahr stellte er bei den Roten Neuseeländern auf der Landesschau den Siegerrammler.

Klein hat es angefangen, heute bleibt kaum noch Freizeit übrig. „Manchmal ist es doch sehr viel, was die Verbandsarbeit an Zeit kostet“, sagt Ehefrau Liane. Schauen wollen organisiert sein, der Kontakt mit anderen Verbänden, Behörden und der Landwirtschaftskammer sei sehr wichtig, erzählt Kalugin, der auch als Polizist in Gadebusch seine menschlichen Qualitäten braucht.

Vor allem die Jugendarbeit liegt ihm am Herzen. Immerhin 14 Prozent der 1  400 Verbandsmitglieder sind Jugendliche. „Vom Urlaub bleiben höchstens ein bis zwei Wochen übrig, alles andere geht in die Verbandsarbeit“, sagt Kalugin. Einmal abgesehen von der täglichen Kleinarbeit.

Und als wäre das alles nicht genug, ist Kalugin auch noch Mitglied der Gemeindevertretung. Lange war er stellvertretender Bürgermeister, heute leitet er den Kulturausschuss der Gemeinde Schlagsdorf. „Ich suche immer das Gespräch mit den Menschen, das ist mir sehr wichtig. Es geht nur miteinander.“ Teamarbeit, die Kommunikation mit anderen Verbänden und in der Gemeinde steht deshalb ganz oben auf seiner Prioritätenliste. „Ohne Takt und Feingefühl geht das nicht. Jeder hat das Recht, anständig behandelt zu werden.“ Trotzdem scheut er sich nicht, wenn nötig klare Worte zu sprechen.

Was die Verbandsarbeit von der Zeit übrig lässt, geht in Pflege und Zucht seiner 80 Kaninchen. Dreimal im Jahr werfen die Häsinnen. Die Angoras wollen vier Mal im Jahr geschoren werden, insgesamt eine Tonne Energiefutter wird pro Jahr verfüttert. Namen haben sie selten, die plüschigen Hoppler. Nur seine Frau gibt ihnen manchmal welche. „Wir hatten mal einen Samson, eine Pauline und eine Claudia“, erinnert sie sich. Dass ihr Mann so viel Zeit mit ehrenamtlichem Engagement verbringt, hat sie inzwischen akzeptiert. „So ist er eben.“


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