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Nach Grevesmühlener Piraten Open Air-Pleite : Ehemalige Kreisstadt fürchtet Einnahmeausfälle

vom

Nach der überraschenden Insolvenz der Piraten Open Air Betriebsgesellschaft mbH mit Sitz in Grevesmühlen fürchten Kommunalpolitiker negative Folgen für die ehemalige Kreisstadt. Der Schock über das Ende sitzt tief.

svz.de von
erstellt am 24.Nov.2011 | 07:40 Uhr

Grevesmühlen | Nach der überraschenden Insolvenz der Piraten Open Air Betriebsgesellschaft mbH mit Sitz in Grevesmühlen fürchten Kommunalpolitiker negative Folgen für die ehemalige Kreisstadt. "Meine Hoffnung ist zwar, dass das Unternehmen gerettet werden kann. Schließlich sind die Piraten auch ein Imageträger für Grevesmühlen. Meine Sorge aber ist, dass wir die Pacht für das zur Verfügung stehende Gelände nicht mehr erhalten könnten", sagte gestern der Grevesmühlener Stadtvertreter Thomas Krohn.

Das Areal der Freilichtanlage gehört nach wie vor der Stadt Grevesmühlen. Sie konnte nach SVZ-Informationen bislang mit einer Pachtzahlung in fünfstelliger Höhe pro Jahr rechnen. Geld, das im städtischen Haushalt in Zukunft fehlen könnte. Die Stadt müsste sich im schlimmsten Fall um eine neue Vermarktung des Grundstücks bemühen.

Nach einem Medienbericht musste die Piraten Open Air Betriebsgesellschaft mbH Insolvenz anmelden, weil ein Kreditgeber einen Vertrag gekündigt haben soll. Zuvor soll die Betriebsgesellschaft mbH mit einer Kreditrate in Verzug geraten sein. Eine Mitarbeiterin des betroffenen Geldinstituts erklärte gestern auf SVZ-Anfrage: "Da ziehen wir uns auf das Bankgeheimnis zurück. Dazu gibt es keine Auskünfte."

Mit einer Anordnung des Amtsgerichts Schwerin vom 17. November dieses Jahres wurde der Schweriner Rechtsanwalt Dirk Decker zum vorläufiger Insolvenzverwalter bestellt. Er soll u. a. das Vermögen der Piraten Open Air Betriebsgesellschaft mbH sichern, zustehende Forderungen und Bankguthaben einziehen. "Ziel ist es, eine stabile Lösung zu finden, die die Arbeitsplätze und getätigten Investitionen erhält und eine Fortsetzung des Spielbetriebs in 2012 ermöglicht", so der vorläufige Insolvenzverwalter.

In der Piraten Open Air Betriebsgesellschaft mbH sind derzeit neben der Geschäftsführung neun Mitarbeiter mit der Planung und Vorbereitung der neuen Saison beschäftigt. In dieser Spielzeit sahen knapp 50 000 Besucher das Actionspektakel.

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