Ein Wiedersehen in Gadebusch : Ehemalige Kollegen erinnern an das ACZ

Beim Glas Sekt ließ es sich gut in der Vergangenheit schwelgen. Fotos: Manila Klafack
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Beim Glas Sekt ließ es sich gut in der Vergangenheit schwelgen. Fotos: Manila Klafack

Mitarbeiter des ehemaligen Agrochemischen Zentrums in Gadebusch erinnern an den Aufbau des Betriebes und das Miteinander

svz.de von
14. März 2016, 21:00 Uhr

Viele Hände wurden geschüttelt, reichliche Umarmungen getauscht, etliche Schultern geklopft und zahllose Geschichten hatten sich die etwa 90 ehemaligen Mitarbeiter des Agrochemischen Zentrums (ACZ) Gadebusch zu erzählen. Sie trafen sich jetzt im Saal der Feuerwehr Gadebusch.

Die Initialzündung für dieses erste Wiedersehen all der Kollegen und Kolleginnen überhaupt gab Karl-Heinz Hubert. Gemeinsam mit Kurt Ritter und dem ersten Chef des ACZ und später Zwischenbetrieblichen Einrichtung (ZBE)-ACZ, Gerhard Glaner, organisierte Hubert das Treffen. „Zwischendurch zweifelten wir, ob wir die Idee überhaupt in die Tat umsetzen können“, erzählt Gerhard Glaner während seiner Begrüßungsrede. Daher freue ihn das zahlreiche Erscheinen umso mehr.

Weit mehr Ehemalige als ursprünglich gedacht, hatten sich letztlich angemeldet. So musste der Veranstaltungsort vom Goldenen Löwen in den Saal der Feuerwehr verlegt werden. „Und das obwohl wir nur über die Zeitung und durch Mund-zu-Mund-Propaganda eingeladen haben“, freut sich auch Karl-Heinz Hubert über diese Resonanz.

Torsten Huge etwa ist extra aus Esslingen angereist, um dabei zu sein. „Etwa 17 Jahre habe ich einschließlich der Lehrzeit, beim ACZ gearbeitet“, erzählt er. 1996 dann verschlug es ihn nach Baden-Württemberg. Auch Bernhard Wolk reiste etwas weiter an als die meisten anderen. Der ehemalige Gadebuscher lebt seit Jahren in Thüringen. Doch diese Gelegenheit für eine kurze Reise in die Vergangenheit ließ auch er nicht ungenutzt verstreichen. Ebenso wie sich die älteste in der Runde, die 87-Jährige Ingeborg Lierow aus Lützow, es sich nicht nehmen ließ, der Einladung zu folgen. Als kleiner Ausflug in eine achtbare Zeit gestaltete sich die Rede von Gerhard Glaner. Fast 50 Jahre sei der Aufbau des Unternehmens jetzt her. Er war von Anfang an dabei und für das Projekt ACZ der Bäuerlichen Handelsgenossenschaft (BHG) und ab 1973 für die selbstständige ZBE-ACZ verantwortlich, bevor er 1990 Landrat wurde.

Die vielen Anekdoten und Zahlen, die er während seiner Ansprache nannte, verdeutlichen den Erfolg des ACZ Gadebusch zu Zeiten der DDR. 1990 beispielsweise waren 157 Mitarbeiter beim ACZ beschäftigt. Der Qualifizierungsstand konnte sich sehen lassen: 79 Prozent Facharbeiter, zehn Prozent Meister. „Wir haben vieles erreicht, was nicht erreichbar schien“, fasste Glaner die Leistung jener Jahre zusammen. Er lobte den Fleiß, die Einsatzbereitschaft und die Flexibilität der Mitarbeiter, die das alles erst ermöglichten und bei all seinen Worten klang der Stolz auf die Kollegen und Kolleginnen durch.

So gut eingestimmt ließen sich die ehemaligen ACZler den Kaffee und Kuchen von Jens Bütow vom Grillstübchen schmecken. Bis spät in den Abend tauschten sich die Kollegen und Kolleginnen von einst aus – und durch die Anwesenheitsliste, in die sich alle eintrugen, ist ein zweites Treffen viel leichter zu organisieren als es dieses erste war.  

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