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Daten Panne : E-Mail an Landrätin Hesse sorgt für Wirbel

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Im Landkreis NWM sorgt eine E-Mail für Wirbel. Absender ist der Gadebuscher Bürgermeister Ulrich Howest, der seiner SPD-Parteifreundin und Landrätin Birgit Hesse eine Täuschung beim Thema Kreis-Personal vorwirft.

svz.de von
erstellt am 20.Apr.2012 | 07:23 Uhr

Gadebusch | Daten-Panne: Im Landkreis Nordwestmecklenburg sorgt eine E-Mail für Wirbel. Absender ist der Gadebuscher Bürgermeister Ulrich Howest, der seiner SPD-Parteifreundin und Landrätin Birgit Hesse eine angebliche Täuschung beim Thema Kreis-Personal vorwirft. In dem Schreiben, das der SVZ vorliegt, moniert Ulrich Howest: "Einerseits wird zu Recht das Land aufgefordert, die Mehrkosten aus der Kreisgebietsreform zu tragen (...), andererseits schafft die Verwaltung des Landkreises auf verschlungenen Wegen zusätz liche Planstellen im Querschnittsbereich, letztendlich zu Lasten der Gemeinden. Diese Weg kann und will ich so nicht mittragen, da ich mich getäuscht fühle."

Als Beispiel nennt Howest in der E-Mail die Planstelle einer Fachdienstleiterin. Diese Stelle werde von der Besoldungsgruppe A11 auf A12 angehoben. "Letztendlich werden nur wenige Kreistagsmitglieder die Anhebung der Stelle erkennen, was angesichts der Haushaltssituation des Landkreises ja auch wohl gewollt ist", schreibt Ulrich Howest in der E-Mail. Als ein weiteres Beispiel nennt der SPD-Mann und ehemalige Leitende Verwaltungsbeamte eine Planstellen-Verlagerung, durch die das Büro der Landrätin verstärkt werden solle. Pikant: Auch diese Planstelle solle von der Besoldungsgruppe A13 auf A14 angehoben werden. Ulrich Howest geht von Kosten in Höhe von etwa 75 000 Euro aus.

Angesichts dieser Bedenken war Howest am Donnerstag der Kreistagssitzung in der Grevesmühlener Malzfabrik fern geblieben. Howests Begründung: "Dies ist für alle Beteiligten wohl auch besser, da ich dem Haushalt in der vorliegenden Form nicht zustimmen kann, ich aber andererseits im Kreistag nicht gegen die ,eigene’ Landrätin stimmen will." Auf SVZ-Anfrage erklärte Howest gestern in Gadebusch: "Es handelt sich bei der E-Mail um vertrauliche Informationen, die ich nicht an die Öffentlichkeit gegeben habe." Wer den Inhalt nach außen trug, ist unklar.

Nordwestmecklenburgs Landrätin Birgit Hesse weist den Täuschungs-Vorwurf zurück. "Wir haben uns korrekt verhalten. Unterm Strich ist es ein Nullsummenspiel. Die E-Mail habe ich persönlich mit Herrn Howest be sprochen und konnte auch all seine Fragen beantworten. Für mich ist das geklärt."

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