Marodes Sportlerheim in Roggendorf : Duschen Fußballer bald im Schloss?

Bürgermeister Rico Greger, Andreas Lausen und Rommy Elßner vor dem maroden Sportlerheim.  SVZ/Johanna Hegermann
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Bürgermeister Rico Greger, Andreas Lausen und Rommy Elßner vor dem maroden Sportlerheim. SVZ/Johanna Hegermann

Bereits 2008 war für die Gemeinde und den Fußballverein SG Roggendorf klar: Es werden dringend bessere Bedingungen für die Sportler benötigt. Vier Jahre später gibt es jedoch immer noch Diskussionen und Klärungsbedarf.

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28. September 2012, 07:13 Uhr

Roggendorf | Bereits 2008 war für die Gemeinde und den Fußballverein SG Roggendorf klar: Es werden dringend bessere Bedingungen für die Sportler benötigt. Vier lange Jahre später gibt es jedoch immer noch Diskussionen und Klärungsbedarf zur Sanierung des maroden Sportlerheims in Roggendorf und zur Verlegung des Sportplatzes. Ausgegeben wurden aber etwa 30 000 Euro, unter anderem für Gutachten.

"Wir haben genügend Pläne gemacht, doch immer wieder wurden uns neue Hürden in den Weg gelegt. Das Geld wurde völlig umsonst von der Gemeinde ausgegeben. Das Einzige was dabei herauskam, war, dass die Fläche, die ideal für die Sportplatzverlegung erschien, dafür nicht geeignet ist", sagt Andreas Lausen, der Leitende Verwaltungsbeamte des Amtes Gadebusch.

Keine brauchbare Anlage an anderer Stelle: "Jetzt bleibt der Platz erst einmal dort, wo er ist", stellt Rico Greger fest. Der Roggendorfer Bürgermeister beklagt, dass in Sachen Fördermittel die Gemeinde unter anderem vom Landessportbund völlig allein gelassen wurde. "Im Zuge des Bodenordnungsver fahrens Roggendorf sind uns zwar etwa 150 000 Euro vom Amt für Landwirtschaft zugesichert worden, verwenden können wir dieses Geld allerdings nur, wenn wir einen anderen Standort für die Anlage finden. Doch auch dann dürften wir damit nur Wege und Zufahrten bauen", so Greger. Gemeinde und Amt Gadebusch sind sich jedoch einig: Die Kicker der sieben Jugend-Mannschaften und der Seniorenteams brauchen ausreichend Umkleiden und vernünftige sanitäre Anlagen.

Wie geht’s weiter? "Unsere Pläne gehen nun so weit, das sanierungsbedürftige Sportlerheim wieder etwas herzurichten." Ad acta werden die Pläne einer Sportplatzverlegung und eines ordentlichen Sportlerheims aber nicht gelegt. "Mit eventuellen Fördermitteln werden wir die Alternativen auch umsetzen. Ansonsten bräuchten wir finanziell die nächsten 15 bis 20 Jahre über dieses Thema nicht mehr nachdenken." Für Bauamtsleiterin Rommy Elßner steht fest: "Die Pläne können nur umgesetzt werden, wenn es auch eine Förderung gibt. Mehr als beantragen können wir diese nicht, denn die Kosten alleine zu stemmen, dafür sieht die Gemeinde im Moment keine Chance." Für die jetzigen Pläne werden etwa 120 000 Euro benötigt, von denen die Gemeinde höchstens einen Eigenanteil von etwa 50 Prozent tragen könnte. Ein neuer Antrag auf Fördermittel wurde beim Landessportbund bereits eingereicht.

Klaus-Detlef Schnoor - ihm gehört das Schloss Roggendorf und das Grundstück, auf dem die Sportanlage steht - hat Vorschläge parat. So könnten die Aktiven übergangsweise in seinem Schloss die Umkleiden und Duschen benutzen. Raumzellen - Container, die flexibel und günstig sein sollen - hält Schnoor ebenfalls für sinnvoll. "Kommt ein neuer Sportplatz, könnte man diese sogar mitnehmen", so Schnoor. Interessante Vorschläge, aber die Verantwortlichen sind skeptisch. Rommy Elßner: "Wir werden den Hinweisen auf alle Fälle nachgehen und die Anfragen stellen. Wir sehen jedoch Schwierigkeiten, was Finanzierung und Realisierung angeht." Roggendorfs Bürgermeister geht davon aus, dass noch dieses Jahr ein Treffen stattfinden sollte, um eine Lösung zu finden.

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