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Weitere Baustelle vor Gadebusch : Droht nun der Verkehrskollaps?

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Ab Montag wird eine weitere wichtige Verbindungsstraße vor den Toren Gadebuschs dicht gemacht. Umleitung ebenfalls durch die Stadt

svz.de von
erstellt am 12.Aug.2017 | 04:45 Uhr

Die Münzstadt steuert zusehends auf einen Verkehrskollaps zu: Nach dem Beginn der Bauarbeiten an der Umgehungsstraße B104 mit damit einhergehender Sperrung einiger Zu- und Abfahrten und notgedrungener Umleitung durch die Stadt kommt nun eine weitere Baustelle hinzu. Es handelt sich um die Kreisstraße zwischen Paetrow an der B208 und der B104 bei Lützow. Diese wird ab Montag, dem 14. August bis zur Kreuzung der Kreisstraße zwischen Dragun und Gadebusch in Reinhardtsdorf voll gesperrt. Auch hier ist die Umleitung über Gadebusch ausgeschildert.

 Grafik: Stepmap, 123map, OpenStreetMap, ODbL 1.0
Grafik: Stepmap, 123map, OpenStreetMap, ODbL 1.0
 

Diese Entscheidung fiel in der Straßenverkehrsbehörde kurzfristig. So kurzfristig, dass Gadebuschs Bauamtsleiterin Rommy Elßner bei der SVZ-Anfrage gestern Vormittag noch gar nicht im Bilde war. „Das kann doch nicht wahr sein. Das können die doch nicht machen“, ist die Behördenchefin kurzzeitig irritiert. Sofort denkt sie an die weiteren Baustellen in der Stadt, die Erich-Weinert-Straße und die Ampelregelung an der wichtigen Kreuzung Jarmstorfer Straße/Roggendorfer Chaussee. Nach Rücksprache mit Ingo Gerbert, dem für Straßensperrungen und Umleitungen zuständigen Sachbearbeiter der Straßenverkehrsbehörde Nordwestmecklenburg, kommt Rommy Elßner zu folgendem Schluss: „Es gibt objektiv keine andere Alternative. Der Bau dieser Kreisstraße muss jetzt erfolgen, damit die zugesagten Mittel nicht verfallen. Außerdem möchte man bis zum Beginn des Schuljahres damit fertig sein, damit die Schulbusse nicht auch noch behindert werden.“

Die Bauamtsleiterin hofft, dass die meisten Fahrzeuge, vor allem der Schwerverkehr mit Kies- und Deponielastern, die weiter zur B104 wollen, über die Rehnaer Straße fahren und damit die Innenstadt umgehen. Diejenigen jedoch, die Richtung Vietlübbe/Dragun wollen, müssen zwangsläufig durch das innerstädtische Nadelöhr.

Der Landkreis äußert sich zu dem Bauvorhaben wie folgt: „Der Landkreis beabsichtigt auf einer Länge von 2820 Metern bei einer Breite von zirka sechs Metern die vorhandene Asphaltdecke abzufräsen und eine neue Asphaltdecke einzubauen. Weiterhin werden die Bankette erneuert und die Ackerauffahrten befestigt, bzw. angepasst.“ Mit der Durchführung der Baumaßnahme sei die Firma Kemna Schwerin Tief- und Straßenbau GmbH beauftragt worden. Die Baukosten belaufen sich auf
447 000 Euro. Die Maßnahme wird zu 100 Prozent aus den vom Kreistag zusätzlich zur Verfügung gestellten Mitteln für Sanierungsmaßnahmen in Höhe von einer Million Euro finanziert.

„Wenn nicht gebaut wird, wird geschimpft und wenn gebaut wird, wird auch geschimpft“, sagt Kreissprechin Petra Rappen. Es sei doch gut, dass die Straßen in Ordnung gebracht werden. Da heiße es nun mal Augen zu und durch – es wären ja nur 14 Tage, so Rappen. Für die Betroffenen heißt es also nun ab Montag, mehr Zeit einzuplanen.

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