Investition in Carlow : Dreiviertel Million für Schulumbau

Der Sternberger Architekt Klaus-Dieter Maier (M.) zeigt den Gemeindevertretern und Bürgern die Pläne und Zeichnungen für den Umbau der Grundschule.  Fotos: peter täufel
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Der Sternberger Architekt Klaus-Dieter Maier (M.) zeigt den Gemeindevertretern und Bürgern die Pläne und Zeichnungen für den Umbau der Grundschule. Fotos: peter täufel

Baustart ist am ersten Sommerferientag, Schüler müssen bis Weihnachten ausziehen

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06. Mai 2017, 05:00 Uhr

Es ist eine der größten Investitionen der Gemeinde in den zurückliegenden Jahren. Der Um- und Ausbau der Grundschule soll insgesamt 770 000 Euro kosten – 270 000 Euro davon muss die Gemeinde selbst tragen. „Um das leisten zu können, mussten wir natürlich einen Kredit aufnehmen“, sagt Carlows Bürgermeister Norbert Baumann auf der jüngsten Gemeindevertretersitzung. Nach der Entscheidung, dass diese Grundschule langfristig erhalten bleibt, war die Investition öffentlicher Gelder in das als staatliche Bildungseinrichtung genutzte Gebäude in Kirchenbesitz erst möglich geworden.

Die Hauptaufgabe besteht nun darin, mit diesem Geld während des Umbaus gut umzugehen. Hier hat das Archtekturbüro Klaus-Dieter Maier aus Sternberg den Hut auf. Der 63-Jährige ist seit 40 Jahren im Beruf, seit 27 Jahren selbstständig und kann einige Erfahrung mit dem Umbau kommunaler Gebäude wie Kitas oder Schule vorweisen. „Wir richten das Hauptaugenmerk auf die Wärmedämmung und den Brandschutz“, so der Architekt zu den Gemeindevertretern und den zur Sitzung erschienenen Einwohnern. In diesem Zuge werden Wände durchbrochen, zusätzliche Türen und Fenster eingebaut, um damit den bestehenden Hortbereich zu separieren und neue Fluchtwege zu schaffen. Desweiteren wird es im Bereich des Ober- und Dachgeschosses massive Ausbauarbeiten geben. „Wir werden das komplette Dach entfernen und durch Erhöhen der Mauern die Dachschrägen beseitigen. Dadurch gewinnen wir 40 Quadratmeter mehr Raum“, so Klaus-Dieter Maier. Das Gebäude erhält dadurch ein Schleppdach mit Krüppelwalm. Im Zuge dieses Umbaus werden Dach und Wände im oberen Bereich vollständig gedämmt, ein Schornstein wird entfernt und der entstandene Schacht als Rauchabzug für die Erfüllung der strengen Brandschutzauflagen genutzt. Weitere Arbeiten sind u.a. die Erneuerung der kompletten Elektrik, Einbau einer neuen Heizung und der Anbau einer Überdachung im Eingangsbereich. „Unsere größte Herausforderung dabei ist die Zeit“, stellt Architekt Maier klar. Zwar ist durch die, nach Aussage Maiers, lobenswerte Zusammenarbeit mit Caroline Schulz vom Bauamt des Kreises die Baugenehmigung bereits erteilt, doch die Ausschreibungen der verschiedenen Arbeiten noch nicht – und Baustart soll bereits am ersten Tag der Sommerferien, am 24. Juli sein. „Wir werden auf jeden Fall so verfahren, dass wir die Bauunternehmen fragen, ob sie zu dieser Zeit überhaupt für uns tätig werden können. Erst dann bekommen sie die Ausschreibungsunterlagen. Und in den Verträgen werden ganz konkrete Erfüllungszeiten festgelegt, die bei Nichteinhaltung mit Vertragsstrafe belegt sind“, erklärt der Bauprofi.

Nichtsdestotrotz müssen die rund 50 Kinder der Schule nach den Ferien anderswo unterkommen. „Wir haben uns dafür entschieden, dass drei Klassen im Gemeindehaus unterrichtet werden, eine Klasse im separaten Werkraum im Gebäude gegenüber“, sagt Henning Schulz, Vorsitzender des Kultur- und Sozialausschusses. Essen und die Möglichkeit für Hausaufgaben gibt es im Sportlerheim. Und wenn alles gut geht, ist zu Weihnachten alles fertig.

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