Diebe in Wedendorf : Dreister Zaun-Klau am Klingenberg

Möglicherweise wurden die Diebe gestört. Eine bereits abmontierte Stabmatte blieb am Tatort zurück.
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Möglicherweise wurden die Diebe gestört. Eine bereits abmontierte Stabmatte blieb am Tatort zurück.

Unbekannte ließen bei Wedendorf 15 Stabmatten mitgehen, von den Tätern fehlt jede Spur.

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22. März 2016, 20:45 Uhr

„Uns wurde schon mal ein Radlader vom Klärwerk geklaut. Aber Zäune, das hatten wir noch nicht.“ Über solch dreisten Diebstahl kann Claudia Westphal nur den Kopf schütteln. Unbekannte Täter hatten sich bereits vor zehn Tagen an der Umzäunung der Pumpstation auf dem Klingenberg bei Wedendorf zu schaffen gemacht, dabei 15 von insgesamt 60 Zaunelementen mitgehen lassen und einen Schaden von zirka 2500 Euro verursacht. Die Geschäftsführerin des Zweckverbandes Radegast, dem das Objekt gehört, hat mittlerweile die Reparatur in Auftrag gegeben.

Dabei müssen die Täter am Wochenende des 12. und 13. März offenbar gezielt und gut vorbereitet vorgegangen sein. Denn um die grünen 2,50 Meter hohen und zwei Meter breiten Stabmatten abzumontieren ist Spezialwerkzeug notwendig. „Mit einem Inbusschlüssel kommt man da nicht weiter“, sagt Frank Moll. Das sei sauber vorbereitet gewesen, so der Leiter der Gadebuscher Außenstelle des Kriminalkommissariats Wismar. Die Täter seien sonstwoher gekommen und hätten die Zaunteile in aller Ruhe abmontiert. Doch es ist gut möglich, dass die Diebe bei ihrem Treiben gestört worden sind. Denn eine weitere Stabmatte war bereits abgebaut worden, liegt aber heute noch am Tatort herum. „Vielleicht sind sie ja durch ein Auto gestört worden“, mutmaßt Zweckverband-Chefin Claudia Westphal. Denn die Pumpstation liegt nur wenige Meter abseits des Landweges zwischen Wedendorf und Brützkow.

Fakt ist, dass von den Tätern jede Spur fehlt. Und das, obwohl die Straftat bereits am 14. März in der Internetwache eingegangen war. Fotos vom Tatort inklusive. „Ich gehe davon aus, dass man den Fall abhaken kann. Wir haben weder einen Tatverdächtigen noch verwertbare Spuren vom Tatort“, so Polizeihauptkommissar Frank Moll. Immer wieder kämen im Winter einige Schneezäune und sonst auch hier und da ein paar Mattenzäune weg. Aber die gäbe es bekanntlich in jedem dritten Garten und sähen alle gleich aus, wo wolle man da anfangen zu suchen.

Bürgermeister Hans-Werner Gaul warnte die Bürger der Gemeinde Wedendorf via Internet: „Bitte seien Sie wachsam. Schützen Sie nach Möglichkeit Ihr Eigentum. Falls Sie Hinweise geben können, informieren Sie die Polizei oder uns als Gemeinde.“

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