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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

18. Dezember 2017 | 02:30 Uhr

Lützow : Drei Tage mit Sport und Musik

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Lützower erinnerten an Freiheitskämpfer Theodor Körner / Gedenkfest im Schlosspark präsentierte sich in neuer Aufmachung

svz.de von
erstellt am 01.Sep.2014 | 11:56 Uhr

Zum 55. Mal gedachten die Lützower am Wochenende des am 26. August 1813 im Forst Rosenow gefallenen Kämpfers und Dichters Theodor Körner mit einem Fest. Wie seit Jahrzehnten gab es drei Tage lang Sport und Kultur bis in die Morgenstunden. Erstmals kümmerten sich nicht hauptsächlich die Gemeinde oder der Sportverein um die Feierlichkeiten.

„Wir brauchten neue Ideen. Deshalb haben wir das Angebot einer Agentur angenommen, sich um alles zu kümmern. Nur der sportliche Teil blieb bei uns“, sagte der Vorsitzende der Sportgemeinschaft Theodor Körner Lützow, Ralf Borgwardt. Doch genau davon hatten die Gäste in diesem Jahr nur sehr wenig. Ein Fußballspiel der Alten Herren am Freitagabend gegen den SSV Ziethen (Endstand 3:3) sowie ein Volleyball- und ein Kubbturnier am Sonnabend blieben die einzigen sportlichen Herausforderungen bei diesem Sport- und Gedenkfest. „Wir mussten kurzfristig umdisponieren und die geplanten Aktivitäten vom neuen Sportplatz auf den alten im Schlosspark verlegen. Dabei fiel einiges ins Wasser“, sagte Borgwardt. Bürgermeister Tino Waldraff sah der neuen Aufmachung im Vorfeld positiv entgegen: „Es ist einiges anders als früher. Doch das war ja auch der Sinn. Jetzt müssen wir uns mit dem Veranstalter an einen Tisch setzen und schauen, ob die Zahlen stimmen. Erst dann entscheiden wir, wie es im kommenden Jahr weitergeht.“

Dass das Festzelt am Freitag- und Sonnabendabend trotz Eintrittsgeldes mit einigen hundert Gästen gefüllt war, lag nicht nur an Vollker Racho und seinem „Roten Pferd“, sondern auch an den vielen anderen musikalischen Höhepunkten. Auch für Walter Gaida, seit Bestehen des Gedenkfestes dabei, hat sich die Aufmachung mittlerweile erheblich verändert. „Als wir irgendwann das Parkfest und das Sportfest zum Sport- und Gedenkfest gemacht haben, war unser einziger Höhepunkt ein Schimpanse, der eigentlich etwas Lustiges machen sollte. Doch es regnete und der Affe drohte eine Erkältung zu bekommen, blieb also im Auto“, erzählte der 81-jährige Lützower. „Vier Mark hatten die Gäste bereits bezahlt, dafür durften sie den Affen im Auto anschauen“, sagte Walter Gaida weiter.

Derartige Vorführungen gab es am vergangenen Wochenende nicht, dafür ging mit der traditionellen Kranzniederlegung im Rosenower Wald, einer Mini-Playback-Show und einem Kinderprogramm das 55. Lützower Sport- und Gedenkfest in einer neuen Aufmachung zu Ende.

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