Lützow : Drei Stunden auf dem Tanzparkett

Mehr als 60 Gäste kamen zum Tanztee am Sonntag in die Gaststätte Scharfe Kurve nach Lützow.
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Mehr als 60 Gäste kamen zum Tanztee am Sonntag in die Gaststätte Scharfe Kurve nach Lützow.

Seit neun Jahren gibt es ein Tanzangebot für das ältere Semester

svz.de von
03. November 2014, 23:47 Uhr

Zum ersten Mal sind Annegret und Rudolf Grieben aus Schattin beim Lützower Tanztee auf dem Parkett. Beide haben sich von Freunden überreden lassen und wollen sich von der tollen Atmosphäre im Festsaal der Lützower Gaststätte Scharfe Kurve selbst überzeugen. „Unsere Freunde sagen immer, hier passt alles zusammen. Die Atmosphäre, die Leute, die Musik“, erzählt Annegret Grieben.

Christa und Helmut Hoffmann aus Zehmen bei Rehna hingegen sind schon „alte Hasen“, wenn es um den Lützower Tanztee geht. Die beiden kommen schon seit dem vergangenen Jahr regelmäßig nach Lützow, um zu tanzen und ein Schwätzchen zu halten. „Es hat uns vom ersten Tag an gut gefallen und deshalb kommen wir jetzt regelmäßig her“, erklärt Helmut Hoffmann. Beide konnten das Ende der jährlichen Sommerpause im Juni, Juli und August kaum abwarten, ehe es dann wieder jeden ersten Sonntag im Monat auf das Tanzparkett geht – drei Stunden lang. Das ist für alle Gäste eine optimale Zeit. „Das reicht völlig. Man kann einen Wein oder Kaffee trinken, sich mit vielen Leuten unterhalten. Die Mischung stimmt“, sagt Helmut Hoffmann, der sich genauso wie alle anderen 60 Gäste besonders auf das letzte Lied freut. Denn den Abschluss bildet immer das Mecklenburg-Lied. „Hier singen die Gäste immer besonders laut mit“, sagt Otto Jabs, der vor neun Jahren den Lützower Tanztee ins Leben rief und seither immer am Mikrofon und am Keyboard sitzt, um die schönsten Tanzlieder zum Besten zu geben.

„Vor neun Jahren war ich mit meiner Verwandtschaft hier in der Scharfen Kurbe mal essen. Da ich zu diesem Zeitpunkt gerade Rentner geworden bin, habe ich mich auf mein früheres Hobby, die Musik, wieder besinnen wollen. Also fragte ich hier bei Ingo Burmeister nach und der war einverstanden“, erklärte Otto Jabs. Er kommt zwar aus Plön, ist aber in der Region aufgewachsen und weiß: „Dieser Tanztee funktioniert nur so hier. Es wurden schon Veränderungen probiert mit Berufsmusikern und anderen Terminen, aber nur zu diesem Zeitpunkt hier hat es funktioniert“, erzählt der 76-Jährige, der immer sein Sparschwein auf den Tisch stellt. „Wenn den Leuten die Musik gefällt, können sie sich mit ein bisschen Kleingeld bedanken, damit ich es nicht ganz umsonst mache“, sagt Otto Jabs und stellt auf dem Keyboard schon das nächste Lied ein.

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