zur Navigation springen

Freiwillige Feuerwhr : Drei Einsätze in acht Stunden

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Feuerwehr Gadebusch half bei einem Unfall, nahm einen Baum ab und sicherte ein Storchennest

von
erstellt am 28.Feb.2015 | 00:22 Uhr

Stark gefordert ist in dieser Woche die Gadebuscher Feuerwehr gewesen. So mussten die Brandschützer zu drei Einsätzen innerhalb von acht Stunden ausrücken und waren am Donnerstag zeitweise sogar an zwei Einsatzstellen gleichzeitig tätig.

Der erste Einsatz war gegen 8 Uhr. Mit ihrer Drehleiter bewahrten sie ein Storchennest in der Schweriner Straße auf Anforderung des Naturschutzbundes vor dem Absturz. Im Laufe der Jahre wurde das Nest von seinen Bewohnern immer weiter ausgebaut und drohte nun durch seine Höhe dem Wind nicht mehr standzuhalten. Aus dem Korb ihrer Drehleiter heraus entfernte die Feuerwehr überflüssige Äste und sicherten so die Brutstätte.

Unterstützung erhielten sie dabei von der Straßenbaufirma TSB, die Stahlplatten an den Einsatzort brachten, damit die Drehleiter auf dem sumpfigen Untergrund sicher aufgestellt werden konnte.

Während des Einsatzes sprachen besorgte Anwohner die Einsatzkräfte an, dass ein umliegender Baum schon stark verrottet sei. Nach der Begutachtung durch die Kameraden, stellten diese fest, dass der Baum durch die fehlende Stabilität ein weiteres Gebäude massiv bedrohte. „Da von dem Baum eine große Gefahr für nicht geringfügige Sachwerte ausging, entschlossen wir uns den Baum sicherheitshalber durch einen weiteren Einsatz abzunehmen, nachdem wir das Storchennest gesichert hatten“, so der Gadebuscher Wehrführer Sebastian Otto. Dazu wurde der Baum Stück für Stück mit der Drehleiter unter Einsatz einer Kettensäge von oben abgetragen.

Während der Fällarbeiten forderte die Leitstelle die freiwilligen Helfer gegen 14 Uhr zu einem Verkehrsunfall auf der B104 an. Dort waren auf Höhe der Radegastbrücke zwei Fahrzeuge frontal miteinander kollidiert, wodurch drei Menschen im Alter von 73 und 74 Jahren schwer verletzt wurden und mit Rettungswagen in umliegende Krankenhäuser gebracht werden mussten. Der Schaden beläuft sich nach Angaben der Polizei auf 30 000 Euro. Am Einsatzort sicherten Feuerwehrleute die auslaufenden Betriebsstoffe, während ihre Kameraden in der Schweriner Straße weiter den Baum abtrugen.

Insgesamt waren die Gadebuscher Feuerwehrleute zehn Mal im Monat Februar im Einsatz. So mussten unter anderen vier Ölspuren im Stadtgebiet von ihnen beseitigt werden und zwei weitere Male öffneten sie für den Rettungsdienst verschlossene Wohnungstüren.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen