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Streit um Feldzufahrten : Dragun: Einigung in Sichtweite

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Gemeinde und Bauer wollen auf Vororttermin Streit um Feldzufahrten beilegen

svz.de von
erstellt am 06.Feb.2017 | 21:00 Uhr

Eine Lösung im Streit um nicht genehmigte Feldzufahrten (SVZ berichtete mehrfach) zwischen der Gemeinde Dragun und dem ortsansässigen Landwirtschaftsbetrieb Poortinga KG scheint in greifbare Nähe gerückt zu sein. „Sobald es die Wetterlage zulässt und wir eine längere frostfreie Periode haben, werden wir bei einem Vororttermin gemeinsam klären, wie der Schaden am Entwässerungsgraben und der Bepflanzung beseitigt und für die Zukunft eine Regelung gefunden werden kann“, berichtet Bürgermeisterin Sabine Schirrmeister.

Das bestätigte auch Geschäftsführer Ype Poortinga der SVZ auf Nachfrage. „Wir waren und sind nach wie vor daran interessiert, einvernehmlich mit den Bewohnern und der Gemeinde hier zu leben“, erklärt der Landwirt, der an diesem Standort mit seiner Familie einen der größten Milchviehbetriebe der Region betreibt. „Wir verwahren uns dagegen, immer als die Bösen und als Rüpelbauern hingestellt zu werden. Wir sind genauso bereit, den Ort und die Gemeinschaft zu unterstützen, wie andere das auch tun. Aber wir leben nun mal von der Landwirtschaft und brauchen auch Voraussetzungen dafür, um sie ausüben zu können“, bekräftigt der Milchviehhalter. Klar gäbe es da auch Berührungspunkte mit den Menschen, die im unmittelbaren Umfeld leben.

Auslöser des Streits waren aus Sicht der Poortinga KG fehlende Feldzufahrten im Bereich der Kommunalstraße nach Neu Dragun. Als diese erneuert und im gleichen Zuge ein Entwässerungsgraben und eine Bepflanzung des Seitenstreifens angelegt wurde, entfielen die bis dato dort angelegten Zufahrten. Zwar waren auch diese nicht offiziell, doch ließ sich ein gewisses Gewohnheitsrecht nicht leugnen. „Wir wollten einfach verhindern, dass durch die schweren Landwirtschaftsfahrzeuge Straße und Bankette gleich wieder arg in Mitleidenschaft gezogen werden“, argumentierte im Oktober vergangenen Jahres Bürgermeisterin Schirrmeister. Poortinga hatte zu diesem Zeitpunkt einfach seine alten Zufahrten benutzt und dabei in Teilen Bepflanzung und Entwässerungsgraben in Mitleidenschaft gezogen. „Wie soll ich denn auf mein Feld kommen“, hatte Jacob Poortinga damals gefragt, weil ihm nur noch eine Zufahrt an der Abzweigung von der Kreisstraße und dann erst wieder nach rund eineinhalb Kilometern eine weitere für das Feld geblieben war.

Von Sabine Schirrmeister war zu erfahren, dass auch ohne die Feldzufahrten die Bankette der neuen Straße bereits repariert werden müssen.

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