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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

21. Oktober 2017 | 23:38 Uhr

Polizeireport : Drängeln, trinken, kiffen, rasen

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Auf den Straßen Nordwestmecklenburgs gibt es fast nichts, was es nicht gibt / Acht Verkehrstote sind 2013 zu beklagen

Drängeln, trinken, kiffen, rasen – auf den Straßen zwischen Wismar und Badow gibt es eigentlich fast nichts, was es nicht gibt. 5230 Unfälle gab es allein im Jahr 2013 in der Folge verkehrswidrigen oder aber zumindest unangebrachten Verhaltens im Straßenverkehr. Eine alarmierende Statistik, auch wenn die Gesamtanzahl der Unfälle im Vergleich zum Jahr 2012 leicht zurückgegangen ist.

Hauptursache der Verkehrsunfälle: Nichteinhalten des vorgeschriebenen Sicherheitsabstandes (287 Fälle), unangepasste Geschwindigkeit (277), die Benutzung nicht erlaubter Straßenabschnitte vom Kurvenschneiden bis zum Überfahren von Sperrflächen (246), Vorfahrtdelikte (214) sowie Alkohol am Steuer (104).

Doch auch Drogendelikte nehmen immer weiter zu. 63 Fälle waren es im Vorjahr, Tendenz steigend. „Wir erwischen immer mehr Verkehrsteilnehmer, die unter dem Einfluss berauschender Mittel außerhalb des Alkohols stehen. Die Palette reicht von Cannabis bis zu Amphetaminen“, sagte Polizeidirektor Dr. Michael Peters von der Polizeiinspektion Wismar bei der Vorstellung der Verkehrsunfallstatistik des Landkreises Nordwestmecklenburg am gestrigen Freitag. Deshalb werden seine Beamten derzeit in speziellen Schulungen zielgerichtet auf den Umgang mit dieser Problematik vorbereitet.

Leicht zurückgegangen ist hingegen die Zahl der Verkehrstoten. Waren es im Jahr 2012 noch zehn Menschen, die auf Nordwestmecklenburgs Straßen ihr Leben ließen, so waren es im Vorjahr nur noch acht, darunter allein drei Verkehrsteilnehmer, die bereits älter als 80 Jahre waren.

Eine Altersgruppe, der sich die Polizeiinspektion Wismar neben den jüngeren Verkehrsteilnehmern übrigens in Zukunft vermehrt widmen wird. „Die Themen unserer Präventionsberatung reicht vom Rollator-Training bis zur Aufklärung darüber, was sich eigentlich mit steigendem Alter für mich als Verkehrsteilnehmer alles verändert“, erklärt Dr. Michael Peters.

Ein weiterer Trend: Zukünftig setzt die Polizeiinspektion Wismar vermehrt auf so genannte Anhaltekontrollen. Also weg von den stationären Messkontrollen hin zur persönlichen Kontrolle durch Polizeibeamte. „Einerseits ist dadurch eine umfassendere Überprüfung von Fahrzeug, Fahrzeugführer und Gepäckstücken möglich“, so der Polizeidirektor, „andererseits ist die präventive Wirkung größer als beim reinen Blitz-Vorgang.“

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