Gottesgabe : Dorfstraßen haben ausgedient

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Von drei Orten in der Gemeinde Gottesgabe soll eine Straße den begehrten Namen bekommen. Welche, wird sich bald herausstellen

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30. August 2018, 21:00 Uhr

Wer in der Gemeinde Gottesgabe die Dorfstraße sucht, hat die Qual der Wahl. Denn die gibt es gleich dreimal: in Gottesgabe, Rosenhagen und Klein Welzin. „Das Problem ist, dass die Orte auch die gleiche Postleitzahl haben“, sagt Iris Brincker, Leitende Verwaltungsbeamtin vom Amt Lützow-Lübstorf. Wer also in Gottesgabe die Dorfstraße sucht, muss bei der Programmierung des Navigationsgeräts besondere Vorsicht walten lassen. Um diesen Problemen aus dem Weg zu gehen, hatte das Innenministerium MV bereits am 1. Januar 2000 „auf die Notwendigkeit der Eindeutigkeit der Straßennamen“ hingewiesen. Das bedeutet, dass innerhalb einer Gemeinde ein Straßenname jeweils nur ein Mal vergeben werden darf. Also müssen in der Gemeinde zwei Straßen umbenannt werden.

Ziel der Umbenennung ist es, zum einen Rettungsdienstes das Finden einer Adresse zu erleichtern. Zum anderen gibt es auch immer mal wieder Probleme mit der Post. Briefe werden aufgrund der Doppelung der Straßennamen falsch zugestellt. Am 20. September beschäftigt sich die Gemeindevertretung voraussichtlich mit dem Thema. Dort werden auch Vorschläge für die neuen Straßennamen diskutiert. „Die Gemeinde beschließt, wann die Umbenennung in Kraft tritt“, sagt Iris Brincker.

Für die Einwohner der betroffenen Straßen bedeutet dies erst einmal zusätzliche Laufereien. Stromversorger und Versicherungen müssen informiert werden. Personalausweis, Führerschein, Reisepass all das muss aktualisiert werden. „Das ist kostenfrei“, sagt Iris Brincker.

Wie viel Zeit den betroffenen Anwohner dafür gegeben wird, ist ebenfalls Sache der Gemeinde. „Sie beschließt einen Übergangszeitraum.“ Iris Brincker sichert zu, es genügend Spielraum geben werde.

Gottesgabes Bürgermeisterin Bärbel Jürß will noch keine Pferde scheu machen. „Es gab Vorschläge für alle Straßen aus der Gemeindevertretung, wir haben uns damit befasst“, sagt die Bürgermeisterin. Bis zur Umbenennung zweier Straßen streiche aber noch Zeit ins Land. „Erst muss die Gemeindevertretersitzung beschließen, dann muss die Entscheidung vom Kreis abgesegnet werden.“ Wie lange dieser braucht, das könne Bärbel Jürß nicht sagen. „Wir haben die Umbenennung der zwei Dorfstraßen noch für dieses Jahr anberaumt. Aber ob das was wird, liegt nicht nur in unserer Hand“, berichtet die Bürgermeisterin. Zu der Umbenennung habe man sich in der Gemeinde lange Gedanken gemacht.

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