Pläne in Klein Hundorf : Dorfgemeinschaft setzt auf Waldkita

Nicole Herrenkind und Laura Menk (r.) zeigen Pläne des Waldkindergartens Klein Hundorf. Die Kita soll im September dieses Jahres eröffnet werden. Träger ist der gemeinnützige Verein „Lernort Klein Hundorf”.
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Nicole Herrenkind und Laura Menk (r.) zeigen Pläne des Waldkindergartens Klein Hundorf. Die Kita soll im September dieses Jahres eröffnet werden. Träger ist der gemeinnützige Verein „Lernort Klein Hundorf”.

Gemeinnütziger Verein plant Kita-Eröffnung im September und stellt erste Pläne des Projektes vor

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16. März 2016, 05:00 Uhr

Nach Selmsdorf und Dechow ist in Nordwestmecklenburg ein dritter Waldkindergarten geplant. Er soll im September dieses Jahres seinen Betrieb aufnehmen. Das kündigt der gemeinnützige Verein „Lernort Klein Hundorf” an, der Träger dieser Kita sein wird. Nach dessen Angaben soll die Kitagruppe aus maximal 15 Kindern mit zwei Erzieherinnen bestehen. Eltern müssen mit Betreuungskosten von 160 bis 165 Euro pro Monat und Kita-Platz rechnen.

Schon jetzt ist klar: In der unmittelbaren Umgebung bieten sich für die Kinder spannende Orte zum Entdecken an – Wiesen, naturnaher Mischwald, Hohlwege, Steinplätze, ein Bachlauf, eine romantisch verwachsene Kieskuhle, Streuobstwiesen, Äcker und vieles mehr.

Für eine Schlecht-Wetter-Variante wird gesorgt sein. So wird ein acht Meter langer und zweieinhalb Meter breiter Bauwagen als Notunterkunft dienen. Für dessen Bau stellen die Leader-Aktionsgruppe Mecklenburger Schaalseeregion, die Norddeutsche Stiftung für Umwelt und Entwicklung sowie die Stadt Gadebusch Gelder bereit.

„Die längste Zeit werden die Kinder aber in der Natur sein. Nur bei sehr starkem Regen oder heftigen Schneefällen werden wir im Bauwagen sein“, so Laura Menk. Sie ist eine der Mitbegründerinnen der Klein Hundorfer Waldkita und sagt weiter: „Die Kinder sollen mit allen Sinnen die Natur erleben und sich in der Natur zu Hause fühlen.“

Auch Nicole Herrenkind engagiert sich für den Klein Hundorfer Waldkindergarten und zeigt weitere Ziele auf: So solle einmal die Woche mit den Kindern über dem Lagerfeuer oder auf dem Ofen selbst gekocht werden und ihnen so mit Fantasie und Kreativität Lust auf abwechslungsreiche, gesunde Ernährung gemacht werden.

Da die Waldkita ein Teil der Dorfgemeinschaft Klein Hundorf ist, in der ökologische Landwirtschaft betrieben wird, sollen die Kinder zu besonderen Anlässen in die Arbeitsabläufe einbezogen werden. „Sie helfen im Garten und auf dem Acker, erleben die Arbeitspferde bei der Kartoffelernte oder beim Heumachen, füttern Hühner, pressen Apfelsaft und sehen, wie die Bienen Honig sammeln. Die eigene Ernte wird selbst verarbeitet und genossen“, sagt Nicole Herrenkind.

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