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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

23. September 2017 | 23:59 Uhr

Triathlon in Stove : Dorf wird zur Sportlerhochburg

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Zum fünften Mal findet dort der Mühlentriathlon statt / Nach der Siegerehrung steigt das Dorffest mit dem Spiel der Generationen

von
erstellt am 14.Jul.2017 | 04:45 Uhr

Ein kleines Dorf bei Carlow rüstet sich für den Höhepunkt des Jahres. Die Rede ist von Stove, wo zum fünften Mal der Mühlentriathlon ausgetragen wird. 65 Starterinnen und Starter sowie maximal zehn Staffeln werden dabei auf die Strecke gehen. Hunderte Zuschauer werden zu dem Spektakel am Sonnabend, 22. Juli wartet. Der Startschuss erfolgt um 11 Uhr.

Nach den Zieleinläufen und der Siegerehrung geht es am Nachmittag weiter mit dem traditionellen Dorffest, das um 15 Uhr mit einer Kaffeetafel an der alten Feuerwehr beginnt und das nach Mitternacht ausklingen soll. In der Zwischenzeit gibt es neben einer Tombola, unter anderem ein Fußballspiel der Generationen, ein Bierkrugschieben und am Abend Tanz.

Dutzende Helferinnen und Helfer werden an dem Tag vor, während und nach dem Triathlon samt Dorffest im Einsatz sein. Schon jetzt steigt vor allem bei den Sportlern die Anspannung. Marco Lau zum Beispiel spult derzeit in der Woche ein zehn- bis 15-stündiges Trainingsprogramm herunter. Vor acht Jahren war der Schönberger in die Triathlon-Szene eingestiegen und kam davon nicht mehr los. Ähnlich erging es Michael Huth, der sich ebenfalls für Stover Mühlentriathlon angemeldet hat. „Das Schöne an dieser Veranstaltung ist, dass das Familiäre im Vordergrund steht. Jedes Jahr bin ich deshalb hier schon an den Start gegangen. Man trifft viele Triathleten aus der Region hier wieder“, sagt der Schönberger Michael Huth.

Ein Wiedersehen dürfte es dann auch mit dem 82-jährigen Stover Walter Schulz geben. Er ist einer der vielen Unterstützer dieser Veranstaltung und drückt den Sportlern und Organisatoren die Daumen für dieses Spektakel. „Wenn ich 30 Jahre jünger sein würde, wäre eine Teilnahme überlegenswert“, sagt der Senior und lacht. So aber belässt er es beim täglichen Schwimmen im Mühlenteich.

In eben diesen Teich – derzeit 18 Grad Wassertemperatur – stürzen sich die Sportler am 22. Juli und legen eine Strecke von 400 Metern zurück. Anschließend schwingen sie sich auf ihre Fahrräder für eine 25 Kilometer lange Renndistanz. Zum Abschluss folgt ein 5-Kilometer-Lauf.

Damit die Sicherheit der Teilnehmer gewährleistet ist, werden Rettungsschwimmer, Sanitäter, Streckenposten und Polizisten an der Strecke sein. Darüber hinaus wird zwischen Stove und Carlow während des Rennens die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf 30 km/h reduziert. Das kündigt Martin Kalugin vom Amt Rehna an, das die Veranstalter bei den Vorbereitungen unterstützt.

Was viele Zuschauer bis heute vermutlich nicht wissen, sind die Anekdoten, die sich um diese Veranstaltung ranken. So ging einst ein Staffelteilnehmer als selbst ernannter „sehr guter“ Schwimmer baden und wurde vom Starterfeld abgehängt. Ein anderer Sportler wurde zum Tramper und Anhalter, weil er zuvor mit seiner Rennmaschine im Straßengraben gelandet ist und sich glücklicherweise nicht verletzte. Außerdem soll es sich zugetragen haben, dass ein Triathlet das Training fürs Tauchen nutzte, um sein verlorenes Mobiltelefon aus dem Mühlenteich zu fischen. Die Strömung hatte es in die Mitte des Teiches gezogen, wo er es schließlich fand. Zu gebrauchen ist es nicht mehr.  

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