Dechow : „Dörfer zeigen Kunst“ zählt weniger Besucher

Ein Gottesdienst zum Licht: Kirchgänger wie Karin Homann zündeten Kerzen vor der Fotokulisse von Maren Winter an.
Ein Gottesdienst zum Licht: Kirchgänger wie Karin Homann zündeten Kerzen vor der Fotokulisse von Maren Winter an.

Die acht Aktionstage enden mit langer Kunstnacht und Finissage sowie erstem Fazit der Organisatoren

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12. August 2019, 05:00 Uhr

Mit einer Finissage mit Gottesdienst und Kaffeetrinken endete in der Demerner Kirche nach acht Aktionstagen gestern die 16. „Dörfer zeigen Kunst“-Reihe. In Demern ist dieser Abschluss mittlerweile Tradition, „weil wir den besonderen Ausstellungsort Kirche haben“, sagt Organisatorin Karin Homann vom Förderverein der Kirche. So schlagen sie eine Brücke zwischen Kunst und Glauben. Prädikantin Anja Bergemann nahm in ihrer Predigt zum Thema Licht auch Bezug zu den ausgestellten Fotos von Maren Winter, sie gäben einen anderen Blick auf die Dinge. „Ich bin fasziniert von den Visionen der Bilder“, so Bergemann. In den Fotografien wurden Themen wie Wohnungsnot und Stadtflucht thematisiert.

Anja Bergemann war zudem mit Pastorin Ulrike Kurzweg an dem Flyer und der Tour entlang der Kreuze auf dem Kirchgelände beteiligt. „Die Ausstellung ist sehr gut angekommen“, resümiert Karin Homann. Insgesamt zählte der Verein knapp 200 Besucher, rund 100 weniger als in den Vorjahren. „Das ganz in den Ferienzeitraum zu legen, ist ungünstig“, so Homann. Viele seien im Urlaub, zugleich konkurriere man mit Ferienangeboten.

Zufriedener scheint Sabine Römer, Ausstellungsorganisatorin in Dechow: Rund 800 Besucher kamen in die Gläserne Molkerei, darunter allein 200 zur Vernissage. Auch sie lockten am letzten Aktionswochenende nochmals mit einem Höhepunkt: Einem langen Kunstabend am Sonnabend. „Es war ein ganz entspannter und gemütlicher Abend“, so Römer, ohne großes Programm, dafür mit Buffet und Sekt. Bis 22 Uhr blieben die letzten Gäste. „Wir haben es zum ersten Mal gemacht und nehmen neue Ideen mit“, so Römer. Ob es 2020 eine Fortsetzung in der Molkerei gibt, muss noch entschieden werden. Fest steht: „Es ist eine Win-Win-Situation für die Gläserne Molkerei und die Gemeinde.“

Sicher wird es aber in Kneese weiter gehen, auch wenn in diesem Jahr weniger Besucher den Weg ins Dorfgemeinschaftshaus fanden. „Wir hatten Probleme mit der Umleitung nach Groß Thurow“, so Bürgermeister Hans-Jürgen Hoffmann, „einige fanden den Weg nicht“. Dennoch ist er zufrieden: „Ich freue mich, dass wir keine Probleme hatten, Künstler zu finden. 2020 gibt es eine Fortsetzung.“ Dafür hat er schon einige Ideen, etwa ein Kinderprogramm zum Filzen. Denn die Filzwerkstatt von Astrid Fiedler am ersten Aktionstag kam gut an.

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