SCHULBEGLEITHUND : „Django“ will auf das Gymnasium

Das ist „Django“, der zum Schulbegleithund ausgebildet wird. Am Tag der offenen Tür wurde er offiziell vorgestellt.  Fotos: Schmidt
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Das ist „Django“, der zum Schulbegleithund ausgebildet wird. Am Tag der offenen Tür wurde er offiziell vorgestellt. Fotos: Schmidt

Er wäre einer der ersten Schulbegleithunde in Mecklenburg-Vorpommern

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25. Januar 2016, 06:00 Uhr

Auf tierische Verstärkung können Schüler des Gadebuscher Gymnasiums hoffen. Denn mit „Django“ könnte es künftig einen Schulbegleithund geben, der sich derzeit auf seinen Dienst vorbereitet. Der fünfjährige Rhodesian-Ridgeback-Rüde wäre einer der ersten eingetragenen Schulhunde in Mecklenburg-Vorpommern. Er könnte u. a. für ein angenehmeres Klassenklima, ein gesteigertes Empathieempfinden und einen sinkenden Stresspegel sorgen. Vorausgesetzt, „Django“ meistert seine Ausbildung und legt die Hundeprüfung erfolgreich ab.

Schulleiter Ingolf Litzner stellte „Django“ am Sonnabend bei einem Tag der offenen Tür offiziell vor. Das Gymnasium sei schließlich bekannt dafür, in vielen Sachen Vorreiter zu sein, sagte Litzner. Als Beispiele nannte er u. a. den SMS-Tag (SMS steht für „Schüler machen Schule“) oder den Internet-Projekttag. Hierbei dürfen Schüler Zuhause bleiben, rufen ihre Aufgaben über das Internet ab, lösen diese und hinterlegen die Antworten auf dem Internet-Schulportal.

Was für viele Eltern besonders interessant sein dürfte: Das Gymnasium gewährt eine Unterrichts-Garantie. „Wir haben diese Garantie vor etwa sieben Jahren eingeführt und das heißt: Es fällt nicht eine einzige Unterrichtsstunde in Klasse sieben aus. Das halten wir seit sieben Jahren auch so durch“, betonte Ingolf Litzner. Und das zahlt sich offenbar aus: Von den Schülern, die nach der sechsten Klasse ans Gymnasium gewechselt sind, bestünden beispielsweise 99 Prozent eine etwaige Probezeit. Etwa 90 Prozent schafften es bis in die Oberstufe.

Von 9 bis 12 Uhr konnten sich am Sonnabend künftige Siebtklässler und deren Eltern und Großeltern über das Angebot des Gadebuscher Gymnasiums informieren. Auf dem Programm standen ein gläserner Unterricht in Französisch, Russisch oder Latein, naturwissenschaftliche Experimente, Infostände, die Besichtigung der Sporthalle und ein buntes Programm in der Pausenhalle.

Derzeit besuchen 540 Schülerinnen und Schüler das Gymnasium, an dem 35 Lehrerinnen und Lehrer unterrichten. Das Durchschnittsalter der Pädagogen liege mit 45,7 Jahren unter dem Landesdurchschnitt von 49,3 Jahren, informierte die Schulleitung.

 
Gegenpol zur digitalen Welt

Es sei erwiesen, dass Tiere die Lernbereitschaft bei Kindern fördern können, sagt die Schmilauer Tierpsychologin Patricia Lösche. Nach ihren Angaben kann der Einsatz von Schulbegleithunden den Stresspegel senken. Tiere können darüber hinaus die nonverbale Kommunikation unter Schülern fördern, da die Fürsorge für einen Hund verbinden kann. Positiv könne zudem das Klassenklima aufgrund der Absenkung möglicher Aggressionsschwellen beeinflusst werden. „Der Hund kann nicht zuletzt ein Gegenpol zur digitalen Welt sein und Kindern Empathiefähigkeit vermitteln, da sie ein direkte Rückmeldung durch den Hund bekommen“, so die Tierpsychologin Patricia Lösche.

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