einrbüche : Diebe werden immer dreister

In der dunklen Jahreszeit häufen sich die Einbrüche.
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In der dunklen Jahreszeit häufen sich die Einbrüche.

Wohnungen und Betriebe sind das Ziel von Einbrechern

svz.de von
20. Dezember 2013, 22:00 Uhr

„Im Dunkeln ist gut munkeln“ – dieses Sprichwort wird gerne verwendet, wenn es darum geht, etwas im Geheimen zu tun. Scheinbar haben auch Diebe dieses Motto in der dunklen Jahreszeit für sich entdeckt. Sie starten ihre krummen Touren sobald es schummerig wird. „Bei einer Kundin unserer Versicherungsgruppe wurde vor 16 Uhr eingebrochen. Die Diebe haben die Tür aufgebrochen und viele Wertgegenstände und Bargeld gestohlen“, berichtet Frank Schlosser von der Mecklenburgischen Versicherungsgruppe in Gadebusch.

„Ein solches Ausmaß hatte ich sonst in dieser Jahreszeit nicht bei meinen Versicherten. Vielleicht haben die Täter nun diese Jahreszeit für sich entdeckt“, vermutet Frank Schlosser. Schließlich werde es nun früher dunkel und Diebe hätten bessere Gelegenheiten, sich Zugang zu den Wohnungen und Häusern zu verschaffen.

Schlosser rät, keine großen Bargeldbeträge oder wertvollen Schmuck im Haus aufzubewahren. „Bargeld ist je nach Versicherung zwischen 1500 und 2000 Euro abgesichert“, so Schlosser. Dieser rät zudem, von Wertgegenständen Fotos anzufertigen, damit im Falle eines Diebstahls der Wert dieser Dinge ermittelt werden könne.

Dies gilt insbesondere auch für Werkzeug von Betrieben. Denn Firmen geraten immer wieder ins Visier Krimineller. „Schon jetzt merken wir, dass sich in diesem Jahr die Anzahl derartiger Delikte leicht erhöht haben könnte“, sagt Kriminalhauptkommissar Axel Köppen. „Insgesamt 290 Einbruchsfälle bei Firmen gab es im Jahr 2012“, so der Polizist. Neben Bargeld ist vor allem Werkzeug bei den Dieben begehrt, da sie es verkaufen können.

„Im Jahr 2012 lag der Anteil der Diebstahlskriminalität in Nordwestmecklenburg und Wismar bei insgesamt 2413 Fällen. Das sind 22 Prozent des gesamten Kriminalitätsaufkommens“, erklärt Köppen. Dies bedeute gegenüber dem Jahr 2011 einen Rückgang um einen Prozentpunkt. Der Anteil der Wohnungseinbruchsdiebstähle davon betrage im vergangenen Jahr 137 Fälle. Wovon wiederum die Tageswohnungseinbrüche mit 68 Fällen zu Buche schlugen.

„Von den gemeldeten Wohnungseinbrüchen mit Diebstählen konnten die Beamten 18 Prozent aufklären. Bei den Einbrüchen am Tag waren es sogar 21 Prozent“, so Köppen. „Die Zahlen für das Jahr 2013 sind zwar noch nicht vollständig ausgewertet, aber diese könnten ebenfalls in diesen Bereichen liegen“, verrät der Hauptkommissar. Bei der Aufklärung der Diebstähle bräuchten die Polizisten oftmals Unterstützung von der Bevölkerung. „Wenn jemand eine Tat beobachtet, sollte man nicht den ,Helden‘ spielen, sondern sofort die Polizei rufen.“ Dies funktioniere vor allem bei Tageseinbrüchen. Was aber, wenn Bewohner während der Feiertage wegfahren? Dann am besten einen Nachbarn bitten, auf die Wohnung bzw. das Haus aufzupassen, sodass der Anschein erweckt wird, dass jemand da ist.

Weitere Tipps der Polizei sind: Türen und Fenster technisch absichern. Dafür könnten mechanische Sperren verwendet werden, wie beispielsweise zusätzliche Riegel, einbruchhemmende Schlösser, Rollläden usw. Bei Häusern biete sich die Installation einer Alarmanlage an. „Dies ist sinnvoll, denn Täter lassen recht schnell von ihrem Vorhaben ab, wenn sie feststellen, dass Häuser bzw. Wohnungen gut gesichert sind“, erklärt Hauptkommissar Axel Köppen.





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