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Historischer Bahnhof Gadebusch : Die zweite Küchenparty startet

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Kulinarisches Abenteuer im Historischen Bahnhof in Gadebusch. Köche aus der Region setzen auf regionale Köstlichkeiten

von
erstellt am 25.Jan.2017 | 05:00 Uhr

Topfgucken, das lohnt sich. Davon sind die Meister ihres Faches und Jungköche gleichermaßen überzeugt. Die Kochprofis Klaus Leuchtemann (Hotel Christinenhof Gadebusch), Marco Künzle (Tarnewitzer Hof) und die jungen Kollegen Steven Heuser und Andre Figur (beide Historischer Bahnhof Gadebusch) veranstalten unter dem Dach des Historischen Bahnhofs Gadebusch am Freitag die zweite Küchenparty. „Essen ist schließlich nicht allein die reine Nahrungsaufnahme, vielmehr ein Ereignis, über das wir hier ins Gespräch kommen möchten“, sagt Martin Burtzlaff. Der Hausmanager will nicht zu viel verraten, verspricht aber einen unterhaltsamen Abend mit dem Erlebnis von regionaler Küche, Musik und guten Gesprächen.

Die Karte umfasst Fleischvariationen vom Lammkotelett über Schweinefleisch mit einzigartigem Aroma „Duke of Berkshire“ bis hin zu Fischvariationen aus deutschem Flusswels. Zutaten wie die roten Ur-Möhren, heimische Kräuter sollen den ursprünglichen Geschmack der heimischen Kost unterstreichen.

Ein Extra zur gewohnten Küchenarbeit, auf das sich Marco Künzle freut. Der gebürtige Brandenburger kennt die Küchen und Vorlieben der Menschen vom Mittelmeer, aus Berlin, Österreich, Schweiz, der Insel Usedom und der Mecklenburgischen Ostseeküste. „Das sind 20 Jahre Berufserfahrung“, sagt der heutige gastronomische Leiter vom „Tarnewitzer Hof“ und dem „Hotel Auszeit“ im Nordwesten. Ein Weg, der als Jugendlicher mit Spaß am „Schnippeln“ und dem Kochen begann. „Ich bin hängen geblieben und mit Lust und Liebe immer noch dabei. Aber die Lehre ist längst nicht alles. Eigentlich beginnt die Lernzeit erst mit dem Berufsabschluss“, sagt Künzle. Ein spannender, aber auch harter Job, der nur wenig mit der Darstellung in unterschiedlichen Fernsehformaten gemein hat. Der Küchenparty-Trend sei natürlich eine Ausnahme. Somit freuen sich Leuchtemann und Künzle auf einen regen Austausch.

„Dabei wollen wir uns natürlich ergänzen“, fügt Leuchtemann hinzu. Während Kollege Künzle am Freitag die Steaks und den Fisch im Auge behält, setzt der Gadebuscher auf das süße Gaumenabenteuer. „Ich bin noch am Überlegen. Apfel mit Schokofüllung wäre eine Möglichkeit“, sagt er. Künzle guckt mit einem Lachen. Zwar absolvierten beide ihre Lehrausbildung in der DDR bzw. noch nach deren Richtlinien in der Wendezeit, aber mit 62 Jahren hat Leuchtemann zwei Jahrzehnte mehr an Erfahrung im Gepäck. „Nicht aus dem Ausland, denn da konnten wir ja nicht hin“, sagt er. Aber 1971 startete der Gadebuscher bei Wöhler und Uhle in Schwerin die Lehre, später ein Hochschulfernstudium, es folgten zehn Jahre Arbeit als Leiter im Sport- und Erholungszentrum Berlin und mit der Wende die Reise in die Selbstständigkeit. Heute, da engagiert er sich als Mitorganisator für das Gadebuscher Krebsessen und den kulinarischen Stadtrundgang in der Münzstadt.

Bei all den spannenden Lebenswegen gibt es rund um den Herd eine Menge zu berichten. „Wir freuen uns auf ein interessiertes Publikum, das die Gasträume und die Halle erkundet, hinter die Kulissen schauen kann“, so Martin Burtzlaff.

Start für die 2. Küchenparty ist am Freitag, 27. Januar um 18 Uhr. Aufgrund des großen Interesses wird es im November die dritte Veranstaltung in Gadebusch geben.

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