Unternehmerfrühstück : Die Zukunft fest im Blick

Unternehmertag in Rehna.
Unternehmertag in Rehna.

Unternehmerfrühstück in Rehna diskutierte Fragen des Klimaschutzes und der Nachwuchsgewinnung

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18. Juni 2015, 00:01 Uhr

Nachwuchssuche, Fachkräfte halten, Personalmangel und die Herausforderungen bei Klimaschutzprojekten kleinerer mittelständischer Unternehmen und in Familienbetrieben sind die großen Herausforderungen der regionalen Wirtschaft. Das wurde beim jüngsten Unternehmerfrühstück der Fortbildungsakademie der Wirtschaft (FAW) im Bahnhof von Rehna deutlich.

Der Umgang mit den Mitarbeitern sei dabei von existenzieller Bedeutung, betont Volker Jödicke, Projektleiter „Lob in Aktion“ der FAW. „Mit verschiedenen Firmen erarbeiteten wir eine Altersstrukturanalyse. Dabei wurde deutlich, dass in den meisten Unternehmen die Mitarbeiter jenseits der 40 sind“, so Jödicke. Damit werde der demographische Wandel deutlich spürbar.

Die Gewinnung von Nachwuchskräften sei aber längst nicht mehr die Aufgabe eines einzelnen Unternehmens, betont Martin Greiner, Leiter des Jobcenters in Nordwestmecklenburg. „Die Arbeitslosenquote liegt bei 6,4 Prozent. Damit bewegen wir uns in Richtung Vollbeschäftigung. Folglich müssen wir Gedanken entwickeln, junge Menschen zu halten. Das beinhaltet ein intaktes Umfeld“, so Greiner weiter.

Aufgaben, die Wirtschaft und Kultur meistern könnten. Davon ist Volker Jödicke überzeugt und führt die positive Entwicklung am Standort Rehna an: „Unsere Städte sind saniert. Es muss jetzt Leben hinein. Die Belebung des Klosters in Rehna war ein langer Weg, aber ein positives Beispiel, wie eine Kleinstadt sich zu einem Anziehungspunkt entwickeln kann.“ Fakten, die sich gewinnbringend auf die Ansiedlung von Unternehmen auswirkten. „Bieten wir einen attraktiven Arbeits- und Wohnort, lassen sich Pendler durchaus davon überzeugen, für weniger Geld in einem intakten Umfeld zu arbeiten, wenn sie dabei sogar Fahrkosten sparen“, so Jödicke.

Allerdings seien Fachkräfte nicht allein das, was Unternehmen brauchen, betont Matthias Maack: „Wir brauchen auch einfache Mitarbeiter, die die Standardarbeiten leisten können.“

Erste Erfolge zeigte Jödicke im Bereich Klimaschutz-projekte in wirtschaftenden Unternehmen mit Dr. Beatrix Romberg, Referentin für Erneuerbare Energien vom Ministerium für Infrastruktur MV, auf. Darunter befindet sich ein Kühlverbundsystem der Bäckerei Schwabe in Schönberg „Mittels intelligenter Steuerung lässt sich dort die Abwärme für den Betrieb von Kühlanlagen nutzen.“ Zirka 30 Prozent der notwendigen Energie konnten dort aus der Abwärme zurückgewonnen werden. Zukunftsprojekte, die kleine Unternehmen oftmals nicht aus eigener Tasche zu leisten vermögen. „In diesem Punkt möchten wir gerne beraten und Unterstützung leisten“, sagt FAW-Projektleiter Jödicke und verweist auf die neue Förderperiode der EU. Deutliche Unterstützung signalisiere dabei Beatrix Romberg: „Bei Klimaschutzprojekten hilft das Land. Haben sie ein konkretes Projekt, rufen Sie uns an.“

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